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Mit aufgemotzten Badewannen durch das Freibad-Wasser

dzSpritziges Ereignis

Normalerweise ist das Becken für Schwimmer und Nicht-Schwimmer und Rutschen-Fans reserviert. Aber einmal im Jahr sieht man dort Badewannen, die mächtig in Fahrt kommen.

von Ann-Christin Herbe

Kamen

, 12.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Mit hochkonzentriertem Blick sitzen die Zweier-Teams in ihren aufgemotzten Rennbadewannen. Am Beckenrand haben sich schon die nächsten Teams und zahlreiche Zuschauer aufgereiht und zählen laut den Countdown herunter, während im Hintergrund Chart-Musik aus den Boxen schallt. Dann gibt Organisator Rainer Braun das Startzeichen und die Badewannen stechen in See.

Mit aufgemotzten Badewannen durch das Freibad-Wasser

Ein spritziger Wasserspaß, für große und kleine Schwimmer. Nur wer richtig schwimmen kann, darf auch mitrudern.Milk © Stefan Milk

Es ist ein lustiges Bild, wie die Teilnehmer mit ihren Plastikpaddeln versuchen, ihre Wanne möglichst schnell voranzutreiben. Im ersten Durchgang messen sich das Team „Zoo-Kamen“, „Erdbeer-Knoppers“ und „Die Jungs“. Am Anfang gleicht das Rennen eher einem Schneckenrennen, die Teilnehmer stupsen die Paddel ins blaue Nass, doch die Rennwannen wollen nicht so richtig.

Team „Zoo-Kamen“ hat als erstes den Dreh raus und gibt Gas. Braun kommentiert vom Beckenrand aus auf unterhaltsame Weise das Geschehen, während die Zuschauer begeistert die Teams anfeuern. 50 Meter müssen die Badewannen zurücklegen, einmal ums große gelbe Quietscheentchen herum und wieder zurück zum Beckenrand. Elsa und Lina vom Zoo-Team schaffen es als erste. Fröhlich springen die beiden aus der Wanne.

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Badewannenrennen 2018

12.08.2018
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Los geht´s mit schnellen Paddelschwüngen in der Piraten-Badewanne. Bei strahlendem Sonnenschein können die Junioren im Freibad in See stechen, um sich gegenseitig beim Rennen auszustechen.© Stefan Milk
Ganz schön kippelig. Nur mit Teamarbeit gelingt es, den Kahn auf Kurs zu halten. Die beiden Mädchen haben den Schwung raus.© Stefan Milk
Beim Wasser-Elfmeterschießen zeigen die Junioren unter erschwerten Bedingungen, wie zielsicher sie sind.© Stefan Milk
Ein spritziger Wasserspaß, für große und kleine Schwimmer. Nur wer richtig schwimmen kann, darf auch mitrudern.© Stefan Milk
Normalerweise ist das Schwimmbecken für Schwimmer und Nicht-Schwimmer und auch Rutschen-Fans reserviert. Aber einmal im Jahr sieht man dort Badewannen, die mächtig in Fahrt kommen.© Stefan Milk
Das macht Spaß!© Stefan Milk
Mit hochkonzentriertem Blick sitzen die Zweier-Teams in ihren aufgemotzten Rennbadewannen. © Stefan Milk
Es ist ein lustiges Bild, wie die Teilnehmer mit ihren Plastikpaddeln versuchen, ihre Wanne möglichst schnell voranzutreiben.© Stefan Milk
Voraussetzungen zur Teilnahme gibt es kaum. Einen kreativen Team-Namen brauchen die Teilnehmer und einen Schlachtruf. Und zudem müssen sie Schwimmen können.© Stefan Milk
Volle Fahrt voraus!© Stefan Milk
Bitte nicht verknoten und immer die Haltung bewahren!© Stefan Milk
Wenn Jogis Jungs das auf dem Kasten gehabt hätten. Sie wären wieder Weltmeister geworden.© Stefan Milk
Am Anfang gleicht das Rennen eher einem Schneckenrennen, die Teilnehmer stupsen die Paddel ins blaue Nass, doch die Rennwannen wollen nicht so richtig.© Stefan Milk
Solche Fußballspiele nennt man auch im Fachjargin "Wasserschlacht".© Stefan Milk
Am Beckenrand erschallen die Anfeuerungsrufe. © Stefan Milk
Der Name ist bei den beiden 19-Jährigen Programm, denn sie tragen ein Schafs- und ein Giraffenkostüm. „Ich habe im Internet gelesen, dass das Team mit dem besten Kostüm auch einen Preis gewinnen kann, deshalb haben wir uns direkt lustige Kostüme besorgt“, sagt Elsa. Während sie durchs Kanufahren Paddel-Erfahrung hat, war es für ihre Freundin Lina komplettes Neuland. „Es hat aber viel Spaß gemacht und wir wollen den Titel holen“, sagt sie.

Auf dem Wasser messen sich währenddessen schon die nächsten Teams. Voraussetzungen zur Teilnahme gibt es kaum. Einen kreativen Team-Namen brauchen die Teilnehmer und einen Schlachtruf. Und zudem müssen sie Schwimmen können.

Mit aufgemotzten Badewannen durch das Freibad-Wasser

Ganz schön kippelig. Nur mit Teamarbeit gelingt es, den Kahn auf Kurs zu halten. Die beiden Mädchen haben den Schwung raus. © Stefan Milk

Die Idee, mit bunten Badewannen auf dem Wasser in See zu stechen und das Ganze als Renn-Format anzubieten, kam Rainer Braun spontan. „Ich habe seit 17 Jahren meine Event-Agentur und wollte mal was Neues und Kreatives ausprobieren. Der Raab hat seinen Wok, ich habe meine Badewannen“, sagt Braun. Wie die Badewannen sich über Wasser halten, ohne zum U-Boot zu werden, verrät er nicht. „Schwäbisches Patentgeheimnis“, sagt er schmunzelnd.

Die Badewannen kommen alle im unterschiedlichen Look daher. Es gibt die Piratenwanne „Black Pearl“, die „Shopping-Girl“-Wanne in Pink und die „Jogi-Löw-Gedächtnis“-Wanne, samt am Mast befestigten Fußball. Alle drei Wannen werden vorne am Bug von einer großen Quietscheente im passenden Design gekrönt.

Außer dem Badewannen-Rennen hat Braun noch mehr im Gepäck, um die Besucher im Freibad zu begeistern. Elfmeterschießen auf dem Wasser zum Beispiel. Eine wacklige Angelegenheit, bei der es gar nicht so einfach ist, seine Treffsicherheit unter Beweis zu stellen, ohne ins Schwanken zu kommen. Ein spritziger Wasserspaß also, für große und kleine Schwimmer.

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