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Maritime Klänge entführen in die Welt der Matrosen

dzKonzert

Lieder über die rauen See, die schwierigen Liebschaften eines Matrosen und allerhand weiteres Seemannsgarn gab der Shantychor „Marinekameradschaft Kamen/Bergkamen“ in der Kamener Innenstadt zum Besten. Das maritime Liedgut bewegte die Zuhörer nicht nur zum Schunkeln, sondern auch zu begeistertem Applaus.

von Jan Dreher

Kamen

, 22.07.2018 / Lesedauer: 2 min

Kapitänsmützen zieren das Haupt meist grau melierter Männer, weiße Hemden und dunkelblaue Hosen mit akkurater Bügelfalte kleiden die Herren, das Wasser plätschert im Hintergrund. Das klingt zwar wie der Anfang eines Seefahrt-Romans, spielt sich aber tatsächlich in der Kamener Fußgängerzone ab.

Die Herren mit den weißen Hemden gehören zum Shantychor „Marinekameradschaft Kamen/Bergkamen“, die am vergangenen Samstag auf dem Willy-Brand-Platz ein Konzert der Veranstaltungsreihe Summer-Life in der Nähe des Wasserspiels gestalteten.

Pünktlich zum Aufbrechen des wolkenverhangenen Himmels erfüllt der Shantychor die Gassen am Willy-Brandt-Platz mit Liedern über das Leben auf dem Meer. Im Schatten der großen Platane lassen sich viele Zuhörer bei einem Kaffee oder einem kühlenden Eis in ferne Gedankenwelten entführen. Das Leben an Bord wird in den Liedern genauso lebendig wie die schwierige Beziehung der Seemänner zu den Frauen an Land und allerlei anderes Seemannsgarn.

Die Begeisterung des Publikums in der Sesekestadt ist nicht nur am Applaus, sondern auch am Mitklatschen zu den eingängigen Melodien während der einzelnen Stücke erkennbar. Aber auch bei zufällig vorübergehenden Fußgängern sorgt die ungewöhnliche Gesangseinlage für vor Neugier verdrehte Köpfe und gelegentliche Schunkelanfälle. Liedtitel wie „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“ und „Seemann, deine Heimat ist das Meer“ gehören heutzutage wohl in den wenigsten Fällen zum alltäglichen Musikgenuss, doch beim Kamener Publikum kommen sie gut an.

Nach ca. anderthalb Stunden musikalischer Seefahrt und der vom Publikum geforderten Zugabe packen die Seemänner des Shantychors zusammen und an Stelle der maritimen Klänge tritt wieder das normale Treiben in der Kamener Innenstadt in den Vordergrund.

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