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Kreuzberger Denkmal als Miniatur in Kamen enthüllt

Für Marie Juchacz

An eine Vorkämpferin für Frauenrechte wird seit Donnerstag an der Awo-Zentrale in Kamen-Süd erinnert. Ein Marie-Juchacz-Denkmal wurde enthüllt, das Eingeweihten bekannt vorkommen dürfte.

Kamen

, 09.05.2019 / Lesedauer: 2 min
Kreuzberger Denkmal als Miniatur in Kamen enthüllt

Enthüllung des Marie-Juchacz-Denkmals (v.l.): Elke Kappen, Hartmut Ganzke, Rainer Goepfert, Wilfried Bartmann und Günter Harms. © Stefan Milk

Marie Juchacz wurde am 15. März 1879 in Landsberg/Warthe geboren und zählt zu den bedeutendsten Frauen der deutschen Geschichte. 1908 wurde Marie Juchacz Mitglied der SPD. 1918 erhielten die deutschen Frauen nach langem Kampf das Wahlrecht. Marie Juchacz wurde in die verfassungsgebende Weimarer Nationalversammlung gewählt und sprach am 19. Februar 1919 als erste Frau vor einem deutschen Parlament. Bis 1933 blieb sie als führende Sozial- und Frauenpolitikerin der SPD Mitglied des Reichstags und gründete die Arbeiterwohlfahrt (Awo), deren Vorsitzende sie von 1919 bis 1933 war. Die Liste der Errungenschaften von Marie Juchacz ist lang. „Damit diese nicht in Vergessenheit geraten, möchten wir mit einem Denkmal vor dem Eingang unserer Geschäftsstelle dauerhaft an die Gründerin der Arbeiterwohlfahrt erinnern“, teilte der in Kamen angesiedelte Awo-Unterbezirk Ruhr-Lippe-Ems mit.

Vorsitzender Hartmut Ganzke und Bürgermeisterin Elke Kappen (SPD) enthüllten das Denkmal in Form eines Stahlreliefs am Donnerstag bei einer feierlichen Zeremonie. Die Kamener Version ist einem Berliner Denkmal nachempfunden, das vor zwei Jahren präsentiert wurde. Es steht in Berlin-Kreuzberg in der Nähe des einstigen Standorts der Zentrale und der Wohlfahrtsschule der Arbeiterwohlfahrt.

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