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Konzert des Kamener Chors „Lieder für Menschen“: Gegensätze ziehen Zuhörer magisch an

dz„Mood and Tune“

Zwischen Phil Collins und Mark Forster: Der Chor „Lieder für Menschen“ überzeugt mit spannendem Mix. Die Liederauswahl ist so vielseitig wie der Chor.

von Niklas Mallitzky

Kamen

, 11.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Es klingt, als wäre es für einen Chor geschrieben worden: „Männer sind Schweine“ ist sicherlich eines der kontroverseren Titel beim Konzert „Mood and Tune“ des Chores „Lieder für Menschen“ am Sonntagabend. Die Liederauswahl ist so vielseitig wie der Chor selbst. Auch deshalb sind die Sänger bei ihren Zuhörern so beliebt.

Um den so vulgär klingenden Ärzte-Titel bei den Chormitgliedern durchzubekommen, musste Chorleiter Robin Lindemann einiges an Überzeugungsarbeit leisten. Er habe das Lied im Radio gehört und es habe ihm sofort gefallen.

„Einige Sänger waren etwas entsetzt, aber mittlerweile sind die Vorbehalte verschwunden.“ Trotzdem rät Lindemann, doch einmal auf die Gesichter der Sänger beim Refrain zu achten: „Der eine- oder andere verzieht immer noch das Gesicht.“ Die Sänger mögen das Gesicht verziehen, das Publikum tut dies sicher nicht. Das Konzert in der Konzertaula ist kostenlos, aber das ist nicht der Grund, warum dort am Sonntagabend kaum ein Platz frei bleibt. Vielmehr liegt das an der hohen Qualität der gebotenen Unterhaltung. Der Chor beweist mit jedem neuen Titel seine Stimmgewalt, ganz egal ob mit modernen Titeln wie der Eröffnungsnummer „Chöre“ von Mark Forster oder klassischeren Nummern wie dem Titel „You‘ll be always in my heart“ von Phil Collins aus dem Disneyfilm „Tarzan“. Chorleiter Lindemann zeigt ebenfalls vollen Einsatz, dirigiert den Chor, während er gleichzeitig in die Tasten seines leuchtendroten Keyboards haut.

Junger Chorleiter hat Sänger und Publikum voll im Griff

Mit 23 Jahren ist Lindemann noch recht jung für einen Chorleiter, doch der Student hat den Sänger und auch das Publikum voll im Griff. Mit seinem jungenhaften Charme und viel Witz hat er die vielen Gäste schnell auf seiner Seite, jedes Lied wird mit viel Applaus und Jubelrufen quittiert.

Auch die vielen Solisten tragen zum Erfolg bei, so überzeugt Musicaldarsteller Florian Theiler mit dem Radiohead-Titel „Creep“, Nastasia Brückner präsentiert an der Gitarre den von ihrem Exfreund inspirierten Titel „Ridiculous“. Für die emotionaleren Parts haben einige Besucher Knicklichter dabei, die sie bei Titeln wie „You raise me up“ fleißig schwingen.

Für Barbara Meyer ist es das erste Konzert des Chores, auch sie ist beeindruckt: „Der Chor ist sehr vielschichtig, es war toll!“ Besonders habe ihr das Lied „Only time“ von Enya gefallen: „Da werden viele emotionale Erinnerungen wach, das hat der Chor gut gemacht.“

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