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„Kömscher Bleier“ für Hermann Hupe

Ehrenmedaille des Schützenvereins Kamen

Der Kamener Bürgermeister Hermann Hupe (SPD) ist mit dem „Kömschen Bleier“ ausgezeichnet worden. Mit der gleichnamigen Ehrenmedaille würdigt der Schützenverein Kamen die Verdienste des scheidenden Stadtoberhaupts. Benannt ist die Auszeichnung nach einem symbolträchtigen Fisch.

Kamen

16.07.2018
„Kömscher Bleier“ für Hermann Hupe

Bürgermeister Hermann Hupe (mit Gattin Christine) ist von den Kamener Schützen (hier Christian Langhorst, l., Jochen Schultebraucks, r.) mit dem „Kömschen Bleier“ ausgezeichnet worden. © G. Christian Freese

Seit 2003 ist Hermann Hupe der Bürgermeister von Kamen, in wenigen Tagen wird der SPD-Politiker wie angekündigt vorzeitig mit dann 68 Jahren aus dem Amt scheiden und seine Aufgaben an Elke Kappen (SPD) übergeben. Oberst Jochen Schultebraucks nannte in seiner Laudatio einige Schwerpunkte, die der Bürgermeister gesetzt habe, darunter „seine vertrauensvolle Kontaktpflege zu den städtischen Vereinen und Verbänden, seine intensive Verständigung und Freundschaft fördernde Kontaktpflege zu den Partnerstädten, die Wirtschaftsförderung und die Aktion gegen Kinderarmut, die in zehn Jahren bisher mit ca. 150.000 Euro zu deren Linderung beigetragen hat“.

Der sichtlich bewegte Bürgermeister betonte in seiner Dankesrede, welche besondere Bedeutung er dieser Auszeichnung beimesse. Auf der Urkunde, die vom Vorsitzenden Christian Langhorst an Hupe überreicht wurde, steht ein Zitat des Dichters Matthias Claudius: „Die größte Ehre, die man einem Menschen antun kann, ist die, dass man zu ihm Vertrauen hat.“

Der „Kömsche Bleier“ wurde zum 20. Mal vom Schützenverein Kamen verliehen und ist nach dem Kamener Symboltier, dem Kamener Bleier benannt. Hupe war am Samstag zur Vogeltaufe – zwei Wochen vor dem Schützenfest – eingeladen worden, als er mit der Auszeichnung des „Kömschen Bleiers“ überrascht wurde.

Zunächst verabschiedeten die Schützen das amtierende Königspaar Markus I. und Manuela I. mit einem Regimentsappell. Hupe lobte in einem Grußwort die positive Entwicklung des Schützenvereins Kamen und wies auf den damit verbundenen „erfreulichen Aufwärtstrend des Schießsports“ hin. Er bedankte sich für die stets gute Zusammenarbeit mit dem Verein und für dessen erfolgreiches Wirken in der Stadt.

„Kömscher Bleier“ für Hermann Hupe

Sektdusche für den Schützenvogel: „Ich taufe dich auf den Namen Jörg-Reiner“, sagt Schützenkönigin Manuela I. © Photographer: G. Christian Frees

Mit Spannung wurde dann die Vogeltaufe erwartet, die der Kamener Tradition folgend, die scheidende Königin Manuela vornahm. Bis zuletzt war es ihr Geheimnis geblieben, welchen Namen sie dem Vogel wohl geben würde. Begleitet von einer Sektdusche verkündete sie: „Ich taufe dich auf den Namen Jörg-Reiner.“ Der Name würdigt zwei verstorbene Schützen, die dem Königspaar besonders nahestanden: Jörg Schluckebier, den langjährigen Königsadjutanten, der Anfang 2017 im Alter von 54 Jahren starb, und Reiner Seidel, Sportschütze und stellvertretender Schatzmeister, der im Oktober 2016 mit 63 Jahren starb.

Der aus Lindenholz gefertigte Schützenadler „Jörg-Reiner“ stammt aus derselben Holzschnitzerwerkstatt wie sein Vorgänger 2016 und beeindruckt durch seine fein gearbeitete naturgetreue Erscheinung. Am 28. Juli wird er beim Kamener Schützenfest in der Schützenheide ins Visier genommen. Der scheidende König Markus erhielt die goldene Ehrennadel des Vereins und eine mit Krone und den Jahreszahlen der Regentschaft bestickte Krawatte.

Seit 1973 verleiht der Schützenverein Kamen die Medaille Kömscher Bleier an Kamener Bürger, die sich um das Gemeinwesen und das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Kamen verdient gemacht haben. Wer den Kömschen Bleier der Schützen erhält, muss beim Schützenfest mindestens einen Ehrenschuss auf den Holzadler abgeben.
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