Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Kinoabend auf dem Parkdeck mit Blick auf die Sterne

dzKultur im „Kamen Quadrat“

Popcorn, kühle Getränke und ein guter Film: Für Viele sind das die drei Grundpfeiler für einen gelungenen Abend im Kino. Das ist auch am Samstagabend nicht anders gewesen, nur der Spielort ist ungewöhnlich. Das Kamener Kino steht nur für eine Nacht und dazu noch unter freiem Himmel.

von Niklas Mallitzky

Kamen

, 15.07.2018 / Lesedauer: 2 min

Bis zum Beginn der Vorstellung auf dem Parkdeck des Einkaufszentrums „Kamen Quadrat“ sorgen zwei Bands dafür, dass bei den Besuchern in der Zwischenzeit keine Langeweile aufkommt. Seit zwei Jahren gibt es die namentlich passende Band „Das Quadrat“ nun schon, seitdem hat sich die Akustik-Truppe auf lokaler Ebene einen guten Ruf erarbeiten können. Als „Walking Band“ sind sie nicht nur auf dem Parkdeck, sondern auch im und vor dem Einkaufszentrum zu hören.

Während am Grillstand des „Extrablatt“ der Chef noch selbst die Würstchen unters Volk bringt, macht sich auch die zweite Band bereit für ihren Auftritt. „GCP“, eine Abkürzung für „Grandma‘s Cellar Production“ oder „Großmutters Kellerproduktion“ hat an diesem Abend einen Gast mitgebracht. Die Sängerin der Band ist kurzfristig krank geworden, an ihre Stelle tritt Chotiwit Thupkhantho. Für den jungen Sänger ist es der erste Auftritt vor Publikum, doch Choti, wie ihn seine Freunde nennen, macht seine Sache gut. Mit sanfter Stimme hat er seine Zuhörer schnell von sich überzeugt.

Kinoabend auf dem Parkdeck mit Blick auf die Sterne

© Borys Sarad

Mit Einbruch der Dunkelheit kann der Film beginnen. Mit „Monsieur Claude und seine Töchter“ haben sich die Veranstalter für eine französische Komödie entschieden. Für Herman und Ursula Arens ist es gar nicht so wichtig, was gespielt wird. „Wir nutzen den Termin immer, um Freunde zu treffen“, sagen sie. Vielleicht auch deshalb bleibt kaum einer der 300 Plätze vor der 28 Quadratmeter großen Leinwand unbesetzt. Unter den Gästen ist auch John Wilkinson, Kopf der „Greenman“-Gruppe, der das „Kamen Quadrat“ gehört. Extra angereist aus Irland wollte er es sich nicht nehmen lassen, sich vom scheidenden Bürgermeister Herman Hupe persönlich zu verabschieden. Und natürlich um beim Kino vorbeizuschauen. Irisches Bier gibt es hier zwar nicht, „macht aber nichts“, meint Greenman-Chef Wilkinson und muss lachen. „Das deutsche Bier kann sich mit dem aus meiner Heimat allemal messen!“

Lesen Sie jetzt