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In der Konzertaula werden Erinnerungen an die deutsche Swing-Legende Roger Cicero wach

dzKonzert mit „Roger“

Vier Männer mit ihren Instrumenten und eine kleine Bühne: Das ist alles, was beim Tribute Concert zu Ehren Roger Ciceros in der Konzertaula nötig war, um an das Swing-Idol zu gedenken.

von Katja Wiemers

Kamen

, 24.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Am Sonntag jährt sich zum dritten Mal der Todestag von Roger Cicero - einer Musiklegende, die den Swing der 20er und 30er Jahre in Deutschland wieder auf eine ganz neue Art und Weise aufleben ließ. Er ist nicht mehr da, aber seine Musik, die ist geblieben. Die Kölner Band „Roger“ ist bereits seit 2014 mit dem Musikkonzept ihres Idols Cicero unterwegs auf deutschen Bühnen und in kleineren Clubs. Am Samstagabend machte sie Halt in der Konzertaula.

Wunsch aus dem Kulturdezernat

Der Startschuss des Konzerts fiel mit Ciceros Song „Alles kommt zurück“. Ganz lässig spielte das Trio Stefan Hansel, Gerd Brenner und Hadi Fischer rund um ihren Sänger Klaus Grätzer auf Keyboard, Schlagzeug und Violine im Swingrhythmus mit. Auf die Bedürfnisse des Publikums eingestimmt, erfüllte die Band einem der Zuschauer gleich einen Wunsch: „Der Jörg Höning vom Kulturdezernat der Stadt Kamen hat sich ein Lied von uns gewünscht. Den Wunsch wollen wir ihm natürlich nicht ausschlagen, hier kommt die Ballade ,Ich atme ein‘“. Von den anfangs poppigeren Songs Ciceros ging es dann zu einer langsamen, sehr gefühlvollen Ballade über.

In der Konzertaula werden Erinnerungen an die deutsche Swing-Legende Roger Cicero wach

Klaus Grätzer sang auch Stücke von anderen Interpreten im Swing-Stil. © Borys Sarad


Keine reine Coverband

Aber die Band covert nicht nur Songs ihres Idols, sondern sie hat auch Lieder anderer Interpreten umfunktioniert und spielt sie im Sound von Cicero. Zum Beispiel den Song „Hello“ von Lionel Richie, aber auch Titel von deutschen Sängern wie Rio Reiser und Klaus Lage. Bei einem Song war sich Grätzer ganz sicher, dass er ihn nicht anmoderieren muss. „Ihr erkennt den Song schon allein durch das Bassintro“, weiß er. Es handelt sich um „Zieh die Schuh aus“, einem Song, mit dem Cicero 2006 seinen musikalischen Durchbruch feierte.

Stille in der Konzertaula

Spätestens ab dem Zeitpunkt an hatte die Band das anfangs noch zurückhaltende Publikum in ihren Bann gerissen. Mit dem Song „In diesem Moment“, den Cicero seinem verstorbenen Vater widmete, wurde es wieder ganz still in der Aula. „Eine herzzerreißende Ballade. Eine von vielen tollen Balladen von Cicero“, so Grätzer.

„Roger“ spielt sonst in kleinen Clubs

Grätzer konnte es nicht oft genug sagen, was für eine Ehre es für ihn ist, in der relativ großen Konzertaula zu spielen. „Wir sind es gewohnt, in einer kleinen Kneipe vor rund 50 Leuten zu spielen, aber 200 sind schon etwas Besonderes für uns“, freute er sich. „Ich glaube, Sie sind alle echte Fans gewesen von Roger Cicero“, so Grätzer.

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