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Ikea-Betrügerin bekommt eine allerletzte Chance

dzEtikettenschwindel an Selbstscanner-Kasse

Mit falschen Etiketten wollte ein Paar im Ikea-Möbelhaus in Kamen sparen. Der Plan floppte auf ganzer Linie. Sie wurden erwischt, zahlten die echten Preise und landeten auf der Anklagebank. Nun hatte das Ganze noch ein Nachspiel.

von Sylvia Mönnig

Kamen

, 25.07.2018 / Lesedauer: 2 min

Im Oktober 2016 tauchte das Duo in dem Kamener Einrichtungshaus auf und überklebte Preisschilder mit Etiketten, auf denen niedrigere Beträge standen. Bei 20 Artikeln wollten sie so insgesamt 328 Euro sparen. Das Paar hatte Pech und der Schwindel wurde durchschaut. Sofort waren die 51-Jährige aus Ahlen und ihr Gatte bereit, die 328 Euro zu zahlen. Eine Strafanzeige wegen Computerbetrugs konnten sie damit allerdings nicht mehr verhindern.

Im September befasste sich das Amtsgericht Kamen zum ersten Mal mit der Tat. Vor Ort saßen zwei Angeklagte, die nichts bestreiten wollten. Der Mann habe die Idee gehabt, seine mittlerweile von ihm geschiedene Ehefrau habe mitgeholfen. Das Motiv seien Schulden gewesen. Die Geständnisse, leere Strafregister und die Zahlung der echten Preise stimmten den Strafrichter milde. Das Verfahren wurde vorläufig eingestellt – gegen 1200 Euro Geldbuße für den Mann und 800 Euro für die Frau.

Eine Chance, die die 51-Jährige beinahe vertan hätte. Zwar zahlte sie den größten Teil, blieb jedoch 20 Euro schuldig und reagierte auch nicht auf eine Erinnerung.

So musste ihr Verfahren wieder aufgerollt werden, obgleich die 20 Euro zwischenzeitlich flossen. Sie entschuldigte sich mit Stress, gelobte Besserung und erhielt eine allerletzte Chance. Das Verfahren wurde erneut vorläufig eingestellt – gegen weitere 50 Euro Geldbuße.

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