Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Glückauf für die neue Bürgermeisterin Elke Kappen

Ständchen für die Wahlsiegerin

Im Moment des Triumphes für Elke Kappen (SPD) ist plötzlich ein vielstimmiges „Glückauf“ zu vernehmen. Vize-Bürgermeister Manfred Wiedemann stimmt lautstark das Steigerlied an, und immer mehr Umstehende ziehen mit. „Glückauf, Glückauf, der Steiger kommt“, gesungen für Elke Kappen (55), die neue Bürgermeisterin von Kamen.

Kamen

, 01.07.2018 / Lesedauer: 3 min
Glückauf für die neue Bürgermeisterin Elke Kappen

Die strahlende Wahlsiegerin Elke Kappen (55), umringt von ihren Unterstützern. Vize-Bürgermeister Manfred Wiedemann stimmt das Steigerlied an.Stefan Milk © Stefan Milk

Im Moment des Triumphes für Elke Kappen (SPD) ist plötzlich ein vielstimmiges „Glückauf“ zu vernehmen. Vize-Bürgermeister Manfred Wiedemann stimmt lautstark das Steigerlied an, und immer mehr Umstehende ziehen mit. „Glückauf, Glückauf, der Steiger kommt“, gesungen für Elke Kappen (55), die neue Bürgermeisterin von Kamen.

Die Erste Beigeordnete der Stadt Kamen hat sich bei Stichwahl am Sonntag klar gegen Tanja Brückel (parteilos) durchgesetzt. Kappen gewinnt mit 54,3 Prozent, überraschend deutlich vor der Kandidatin des Vier-Parteien-Bündnisses aus CDU, Grünen, FDP und Freien Wählern. Brückel erreicht 45,7 Prozent – und das triumphierende „Glückauf“ ist die vielstimmige Antwort der SPD darauf, dass Brückel im Wahlkampf den Gebrauch des Bergmannsgrußes als Zeichen für einen mutmaßlich verschlafenen Strukturwandel gewertet hatte. Brückel kommentierte ihr Ergebnis so: „Wir können stolz darauf sein. Das war knapp. Ich wünsche Elke Kappen alles Gute und viel Glück. Jetzt kann sie reinhauen.“

Als sich der Wahlsieg schon abzeichnet, zögert Kappen noch, die ersten Glückwünsche entgegenzunehmen. „Das ist wie beim Fußball. Man muss erst auf den Abpfiff warten“, sagt die Vize-Verwaltungschefin, schon freudestrahlend. Die neue Bürgermeisterin wird ihr Amt voraussichtlich zum 1. August antreten, sobald Bürgermeister Hermann Hupe wie angekündigt Ende Juli vorzeitig aus dem Amt scheiden wird. Sie ist bis 2025 gewählt.

Neben Altbürgermeister Manfred Erdtmann zählte Hupe zu den ersten Gratulanten. „Diese Wahl hat ein Ergebnis gebracht, das der Stadt gut tun wird“, kommentierte Hupe den Sieg seiner Verwaltungskollegin. Nicht gut ist aus seiner Sicht die gegenüber der Hauptwahl noch einmal gesunkene Wahlbeteiligung von 32,9 Prozent. Das sei ein „Zeichen für ein Grundproblem, „das uns und die Parteien sehr beschäftigen muss.“

Die SPD hat den Sieg längst nicht sicher geglaubt und ist sichtlich erleichtert. „Mir fällt ein Stein vom Herzen“, sagt Parteichef Denis Aschhoff. „Ich hatte ein gutes Gefühl, aber Sicherheit ist mehr wert.“ In Brückels Lager („Team Tanne“) herrscht Enttäuschung, aber: „Wir haben uns gewünscht, dass die SPD keine absolute Mehrheit mehr hat. Das Erreichen der Stichwahl ist für uns schon ein Erfolg“, sagt Grünen-Sprecher Andreas Dörlemann.

Lesen Sie jetzt