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Fahrt zur Bordellstraße endet vor Gericht

dzGeldstrafe und Fahrverbot

Ohne Fahrerlaubnis und unter Drogeneinfluss fährt ein Kamener mit Freunden zu einer Bordellstraße in Dortmund. Dort hält ihn die Polizei an. Der Kamener droht den Beamten mit einer Anzeige, doch schließlich muss er sich vor Gericht verantworten.

von Jana Peuckert

Kamen

, 03.08.2018 / Lesedauer: 2 min

Mit drei Kumpels im Auto begibt sich ein 30-jähriger Kamener am 1. November vergangenen Jahres zur Linienstraße – eine Bordellstraße in Dortmund. Dort überfährt er eine Sperrfläche und fällt damit Polizisten auf. Die halten den Mann um 8.45 Uhr an.

Zunächst macht er den Beamten gegenüber falsche Angaben. Damit kommt er allerdings nicht durch. Als ihn ein Polizist dann fragt, ob er Drogen konsumiert hat, droht er dem Beamten mit einer Anzeige wegen übler Nachrede. Nun sei seine Karriere wohl beendet, schmettert er dem Polizisten noch entgegen.

Später werden bei dem Kamener sowohl Cannabis als auch Kokain im Blut festgestellt. Und noch etwas finden die Beamten heraus: Der 30-Jährige hat gar keine Fahrerlaubnis.

Die wurde ihm 2012 nach einer Drogenfahrt entzogen, berichtete der Mann am Mittwoch im Amtsgericht Kamen. Die Betäubungsmittel standen bei dem Prozess nicht im Fokus, dafür aber die Fahrt ohne Erlaubnis.

Das Auto sei ein Leihwagen gewesen, erklärte der Angeklagte. Er hätte es mit seinen Kumpels gemeinsam gemietet. Einer von denen hätte ihn gebeten, ihn nach Dortmund zu fahren. Sein Problem sei, dass er nicht „nein“ sagen könne, erklärte der Kamener. „An dem Morgen habe ich einfach die Schlüssel genommen und bin einfach losgefahren.“

Mittlerweile befinde er sich seit einigen Monaten in stationärer Therapie, um seine Drogensucht loszuwerden. Das rechnete ihm der Richter bei der Urteilsfindung hoch an. Dass sich sowohl im Vorstrafen- als auch im Straßenverkehrsregister keine Eintragungen mehr befinden wog ebenfalls positiv. Strafschärfend wirkte sich jedoch aus, dass der Angeklagte zur Tatzeit unter Drogen gestanden hatte. 900 Euro Geldstrafe wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und ein Monat Fahrverbot lautete schließlich das Urteil. Dieses wurde auch gleich rechtskräftig.

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