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Erste Altpapier-Container nach Bürgerbeschwerden umgerüstet

dzVermüllte Standorte

Neue Maßnahmen gegen den Kamener Altpapier-Ärger: Die knapp 100 als unpraktisch kritisierten Depotcontainer im Stadtgebiet werden umfangreicher nachgerüstet als bislang bekannt.

Kamen

, 12.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Müllabfuhr „GWA Kommunal“ stattet die knapp 100 Altpapier-Depotcontainer in Kamen mit höheren und damit praktischeren Einwurfschlitzen aus - das war bereits klar. Nun kündigt Geschäftsführer Benedikt Stapper als Reaktion auf andauernde Bürgerbeschwerden ein ganzes „Maßnahmenpaket zur Optimierung der Altpapiersammlung“ an. Zuletzt waren auch politische Forderungen nach einer Optimierung laut geworden.

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Einwurfschlitz mit Kunststoffvorhang

Die ersten vollständig umgerüsteten Behälter lassen sich unter anderem an der Gutenbergstraße besichtigen. Der standardmäßig leicht geöffnete Deckel ist nun in einer etwas höheren Stellung arretiert, sodass der umlaufende Einwurfschlitz doppelt so hoch ist wie bisher. „Die Öffnungen darüber hinaus noch mehr zu vergrößern, ist nicht sinnvoll, da sonst der Einwurf von Restmüll und anderen Störstoffen deutlich zunehmen würde“, heißt es zur Erklärung. Eine Kritik war, dass der Schlitz der neuen Container zwar breiter ist, aber niedriger, was das Einwerfen großer Pappen erschwert.

Der höhere Einwurfschlitz ist - und das ist eine bislang nicht bekannte Zusatzmaßnahme - durch einen Kunststoffvorhang gesichert. Dieser Vorhang soll verhindern, dass „Papier vom Wind wieder aus dem Container geweht wird und das Umfeld verunreinigt“, so die GWA.

Vorhängeschlösser am Deckel

Neu sind auch Vorhängeschlösser an den Deckeln, die die alten Verschlüsse ersetzen. „Leider wurden Container oft unbefugt mit Dreikantschlüsseln geöffnet und Kartons – auch von Gewerbebetrieben - unzerkleinert eingeworfen“, heißt es dazu bei GWA Kommunal. Dadurch seien die betroffenen Container schnell voll gewesen, sodass andere Kunden keine Möglichkeit mehr zum Einwurf gehabt hätten und Altpapier teilweise neben die Container gestellt worden sei. Das wiederum habe zur Verunreinigung der Standorte beigetragen. Einige alte Verschlüsse waren zudem wegen unzureichender Schweißnähte gebrochen, sodass sich Deckel auch ohne Dreikantschlüssel mit Gewalt öffnen ließen.

Engmaschige Kontrollen

Während die Umrüstung der Container noch andauert und etwas mehr Zeit beansprucht als zunächst vorhergesagt, sind weitere Maßnahmen laut GWA Kommunal bereits vollständig umgesetzt: die „engmaschige Kontrolle aller Containerstandorte im Stadtgebiet“ sowie „eine direkte Kommunikation aller Beteiligten“. Bis auf Weiteres erfolge die Standortkontrolle montags bis freitags täglich ein- oder sogar zweimal, an den Wochenenden täglich einmal im Zentrum und Stichproben in den Ortsteilen. Verunreinigungen werden beseitigt.

„Mit der Umsetzung dieser Maßnahmen erwarten wir nun eine erhebliche Verbesserung der Gesamtsituation“, erklärt Geschäftsführer Benedikt Stapper.

Im Zuge eines Anbieterwechsels bei der Kamener Müllabfuhr waren die bisherigen Altpapier-Depotcontainer zum Jahreswechsel durch Modelle anderer Bauart ausgetauscht worden. Danach häuften sich Beschwerden über unpraktische Einwurfschlitze und vermüllte Standorte. Auch Politiker schalteten sich ein und kritisierten eine „Mülleskalation“.

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