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Eine Parteilose mit dem Etikett von vier Parteien

Die Wahl ist verloren, wie geht es jetzt weiter für Tanja Brückel? Noch am Sonntagabend kommentierte die 43-jährige Parteilose, die von CDU, Grünen, FDP und Freien Wähler aufgestellt worden war, den Wahlausgang. Sie wünschte Elke Kappen alles Gute und viel Blick und ergänzte: „Jetzt kann sie reinhauen.“

Kamen

, 02.07.2018 / Lesedauer: 2 min
Eine Parteilose mit dem Etikett von vier Parteien

Elke Kappen gewinnt die Stichwahl um das Bürgermeisteramt vor Tanja Brückel © Stefan Milk

Auf die Frage, ob sie enttäuscht sei über das Wahlergebnis, sagte die Gründerin des Familiennetzwerks Familienbande: „Nein, das ist jetzt ein Anfang. Wir können darauf aufbauen. Wir gucken, was geht.“ Die Stimmen, die sie bekommen hat, wertet Brückel so: „Das ist ähnlich wie bei Jonas Büchel. Die Leute haben gezeigt, sie wollen kein ,Weiter so‘, sie wollen einen Wechsel.“ Büchel ist der parteilose Einzelbewerber, der zwar im ersten Wahlgang überraschend rund 25 Prozent erzielt hatte, es aber nicht wie Brückel und Kappen in die Stichwahl schaffte.

Warum hatte Brückel in der Stichwahl nicht die Nase vorn? Dazu sagt die Kandidatin: „Ich habe von meinem jungen Haustürwahlkämpfern gehört: Vielleicht hätten wir noch 900 Mal klingeln müssen. Es war natürlich auch eine schlechte Wahlbeteiligung, das muss man so sehen. Und wir dürfen nicht vergessen, wo wir sind. Kamen ist eine SPD-Hochburg, dafür ist es ein gutes Ergebnis.“

Angesprochen auf mögliche Fehler, die sie Stimmen gekostet haben, erwiderte Brückel: „Ich glaube, eine Schwierigkeit war, dass ich mit dem Parteienbündnis angetreten bin. Vielleicht hätte ich noch mehr Chancen gehabt, wenn ich allein gestanden hätte, aber andererseits wäre das nicht mein Wahlkampf gewesen. Ich wollte ja nicht wie Jonas Büchel allein antreten. Das Bündnis bleibt bestehen. Wir verstehen uns alle gut.“

Wird sich Tanja Brückel vielleicht warmlaufen für die Kommunalwahl in zwei Jahren? „Auf jeden Fall. Zwei Jahre noch, und dann gucken wir mal“, sagt sie. Erst einmal widmet sich die hauptamtliche Geschäftsführerin der Mütterzentren NRW und ehrenamtliche Geschäftsführerin der Familienbande dem Tagesgeschäft. Auf Facebook postete sie am Montag den Wochenplan für den Mittagstisch vom 9. bis 13. Juli im Café der Familienbande, einer Begegnungsstätte für Jung und Alt an der Bahnhofstraße. „Wir wünschen guten Appetit.“

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