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Ein frischer Wind weht durch die Schützengemeinde

dzSchützenfest in Kamen

Die Heideparty des Schützenvereins Kamen ist für den frischgebackenen König eine Möglichkeit, die erste Woche im Amt Revue passieren zu lassen. Wie es weitergehen soll? König Oliver I. hat bereits einen Plan.

von Niklas Mallitzky

Kamen

, 06.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Bunte Lichter, eine große Bühne und natürlich eine gute Band. Die Schützen des Schützenvereins „Kamen von 1820“ wissen, wie man eine gute Party schmeißt. Leider scheint das in diesem Jahr nicht zu allen durchgedrungen zu sein, denn außer den zahlreichen Vereinsmitgliedern fällt der Besuch auf der Heideparty am Samstagabend eher etwas spärlich aus. Christian Langhorst, erster Vorsitzender des Vereins, ist nicht überrascht. „Bei diesem Wetter ist es einfach schwer, Leute zu motivieren“, erklärt er. „Die Aussicht in einer Halle zu sitzen macht es natürlich nicht besser.“ Doch spätestens mit Einbruch der Dunkelheit weht auch durch den Festort ein kühler Wind, optimale Bedingungen für Tanzwütige.

Damit die sich auch so richtig ausleben können, haben die Schützen die Band „The Moonlights“ engagiert. „Die spielen alle Klassiker aus den 50er- bis zu den 90er-Jahren“, so Langhorst. „Da ist für jeden was dabei.“ Und so dauert es nicht lange, bis sich die ersten Schützen auf die Tanzfläche wagen, mit an vorderster Front natürlich König Oliver I. mit seiner Königin Ina I.

Draußen genießt Henning Viol die frische Nachtluft. Als Mitglied im aktuellen Hofstaat ist er von seinem neuen König überzeugt. „Oliver ist ein sehr netter und angenehmer Zeitgenosse, ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“ Mit Mitte 30 ist er für Hofstaatverhältnisse noch relativ jung – und das ist kein Zufall.

Ein frischer Wind weht durch die Schützengemeinde

Am vergangenen Sonntag schloss der Schützenverein Kamen mit einem Festumzug mit anschließendem Ausklang die Feierlichkeiten ab. König Oliver I. und seine Königin Ina I. (M.) schmieden bereits Pläne für die Zukunft des Vereins. © Stefan Milk

Oliver Mendyk, so heißt der König im zivilen Leben, hat einen Plan. Mit seiner Frau Ina habe er sich in den vergangenen Tagen viele Gedanken gemacht, erzählt Mendyk. „Wir würden gerne eine Stiftung gründen, die jungen Menschen die Mitgliedschaft im Verein ermöglicht.“ Finanziert werden soll die Idee auch durch den Verzicht des Königspaares auf Geschenke. „Statt der vielen Blumen könnten die Vereine dann vielleicht zum Beispiel beim Königsball einfach einen kleinen Betrag an die Stiftung zahlen.“ Denn Schützenrock, Beitrag und Ausrüstung, all das sei teuer. „Diese Kosten müssten Kinder und Jugendliche dann nicht mehr selbst tragen.“

Und deshalb sei auch sein Hofstaat so jung, verrät er. „Wir repräsentieren ja den Verein in der Öffentlichkeit und die soll sehen, dass hier auch Platz für junge Menschen ist.“ Trotz all der Ambitionen, seine Verpflichtung als Caterer des Vereins will er nicht schleifen lassen. So blicken König Oliver I. und der restliche Verein mit Spannung und Freude auf die kommenden zwei Jahre.

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