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Die Daten-Verwirrung. Informationen aus erster Hand.

Datenschutz-Grundverordnung

Die Datenschutz-Verordnung hat für Verunsicherung gesorgt. Für kleine Vereine stellt das unübersichtliche Werk eine beträchtliche Herausforderung dar.

Kamen, Bergkamen

, 27.06.2018 / Lesedauer: 3 min
Die Daten-Verwirrung. Informationen aus erster Hand.

Für Verwirrung sorgt nach wie vor die neue europäische Verordnung zum Datenschutz. Die Volkshochschule bietet am 4. Juli einen Informationsabend zu dem Thema an, bei dem auch Fragen gestellt werden können.dpa © dpa

Von Carsten Janecke

Thomas Freiberger hat schon die tollsten Sachen erlebt, wenn es um die neue Datenschutz-Grundverordnung geht. Der Leiter der Volkshochschule, der für den 4. Juli, 19 Uhr, im Haus der Stadtgeschichte einen Informationsabend zu dem Thema organisiert hat, weiß, wie groß die Unsicherheit in örtlichen Vereinen ist, weil die Verantwortlichen oftmals nicht wissen, ob sie alle Anforderungen erfüllen. Der ADFC hat unlängst seine Kodieraktion für Fahrräder, die stets auf viel Interessen gestoßen ist, für unbestimmte Zeit abgesetzt (wir berichteten).

„Jüngst kam die Frage auf, ob Name und Adresse der Datenschutzbeauftragten des Vereins genannt werden darf oder nicht“, berichtet er. Das sei natürlich möglich und sehr sinnvoll.

Freiberger hat sich die gesamte Europäische Datenschutz-Grundverordnung, die mit „EU-DSGVO“ abgekürzt wird, ausgedruckt. 260 Seiten, beidseitig bedruckt. „Kaum zu verstehen“, wie er konstatiert. „Selbst Juristen interpretieren einige Passagen nicht immer gleich. Fragt man zwei, bekommt man auch zwei unterschiedliche Antworten.“ Die neue Verordnung ist zum 25. Mai wirksam geworden.

Trotzdem kann der Nebel gelichtet werden. Das soll bei dem Abend im Haus der Stadtgeschichte passieren, wenn der Datenschutzbeauftragte der Stadt Kamen und der Gemeinde Bönen, Eric Janzen, über die wichtigsten Punkte aus der Vereinsperspektive informiert. „So viel vorweg: Für die Vereine ist das alles gar nicht so problematisch“, so Freiberger. Das liege unter anderem daran, dass die neue Verordnung zu ca. 80 Prozent auf deutschem Datenschutz beruhe. „Wer sich bisher daran gehalten hat, der hat also schon viel erfüllt“, so Freiberger, der hofft, dass das von der VHS organisierte Angebot bei den örtlichen Vereinen auf gute Resonanz stößt. Der Eintritt ist frei.

Freiberger kennt die Fragen der Vereine, die sich mit dem neuen Datenschutzrecht stellen. Es geht über die Daten der Mitglieder, die gesammelt werden, bis über die Fotos vom Vereinsfest, die auf der Homepage veröffentlicht werden. Alle diese Fragen können am 4. Juli gestellt werden – Janzen will am Ende der Erläuterungen Antworten geben..

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