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Telekom will schnelles Internet bis Ende 2019 liefern

dzGlasfaser-Ausbau in Verzug

Das schnelle Internet kommt mit erheblichem zeitlichem Verzug: Der Telekom fehlen für die Fertigstellung ihres Glasfaser-Ausbaus noch Leitungen zu mehr als 8000 Haushalten.

Kamen

, 30.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Telekom hat eine Zwischenbilanz ihres Breitbandausbaus in Kamen vorgelegt. Von den insgesamt 23.350 Haushalten in der angestrebten Ausbaustufe könnten bereits 15.500 das schnelle Internet buchen, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. Das maximale Tempo beim Herunterladen soll auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) und beim Hochladen auf bis zu 40 MBit/s steigen.

Derzeit stehen noch in den Bereichen Methler und Südkamen Arbeiten für den Breitbandausbau aus, in anderen genannten Stadtteilen Kamen-Mitte und Heeren-Werve sind die Arbeiten laut Telekom hingegen abgeschlossen. „Die noch ausstehenden Arbeiten umfassen Tiefbauarbeiten, welche wir auch im Spülbohrverfahren durchführen, sowie Montagearbeiten für die Anbindung der Multifunktionsgehäuse mit Strom und Glasfaser“, erklärt die Telekom.

Zu erkennen sind die laufenden Ausbauarbeiten an den vielen kleinen Baugruben auf Gehwegen und an Straßenecken. Die Jahnstraße in Methler ist wegen der Bauarbeiten seit dieser Woche nur halbseitig befahrbar. Autofahrer und Fußgänger müssen an der Jahnstraße noch bis 12. April mit Einschränkungen rechnen.

Angekündigt wurde der Breitband-Ausbau bereits im September 2017. Ab März 2018 sollten die ersten Haushalte schnellere Internetprodukte buchen können. Zwischenzeitlich gerieten die Arbeiten jedoch in Verzug.

Von den angekündigten 29 Kilometern Glasfaserkabeln wurden bisher 18,5 Kilometer verlegt, von den angekündigten 68 neuen Verteilerkästen wurden 57 aufgebaut. Der Aufbau der elf weiteren Multifunktionsgehäuse erfolgt laut Telekom nach der jeweiligen Freigabe entlang der Glasfaserhauptkabelstrecken.

Der Ausbau verzögerte sich laut Telekom, da „nach Vorgabe der Stadt Kamen kein paralleler Ausbau zugelassen ist“. Demnach werden die Genehmigungen sukzessiv nach Anschlussbereichen und Glasfaserhauptkabelstrecken erteilt. „Mit Fertigstellung rechnen wir Anfang des vierten Quartals 2019“, heißt es. Die Stadt Kamen, die die halbseitige Sperrung der Jahnstraße angekündigt hatte, war auf Anfrage nicht in der Lage zu sagen, mit welchen Behinderungen durch Telekom-Bauarbeiten noch wo zu rechnen ist.

Die Telekom ersetzt auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler das Kupfer- durch Glasfaserkabel. Das sorge für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Die Verteiler werden zu Multifunktionsgehäusen (MFG) umgebaut. Zu den Haushalten führen weiter Kupferkabel. Um die Kupferleitung schnell zu machen, kommt die sogenannte Vectoring-Technik zum Einsatz. Bereits abgeschlossen ist der Telekom-Netzausbau in Bergkamen.

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