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Anwohnerbeschwerde gegen Raser erfolgreich - Stadt will Hindernisse aufstellen

dzEinsteinstaße

Bäckermeister Uwe Sadlowski hat die Kreuzung vor seiner Bäckerei meist gut im Blick. „Viele achten nicht auf Rechts vor Links“, sagt der Methleraner und fordert Maßnahmen gegen Raser.

06.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Anlieger der Einsteinstraße haben genug von Rasern vor ihrer Haustür. Nicht nur Bäckermeister Sadlowski, sondern auch Dieter Kuhne sorgt sich um die Verkehrssicherheit. Tempo 30 werde oft nicht eingehalten, und selbst Schulbusse würden „die Einsteinstraße entlang brettern“, behauptet Kuhne. Und Sadlowski schildert, wie ihm an der Kreuzung Röntgenstraße/Einsteinstraße schon oft die Vorfahrt genommen worden sei.

Die Einsteinstraße führt vom Methleraner Einkaufszentrum, gelegen an der Ecke Germaniastraße, bis zur Kreuzung Lindenallee/Lortzingstraße/Robert-Koch-Straße. Unterwegs schneidet die Einsteinstraße unter anderem die Max-Planck-Straße. In der Nähe liegt die Eichendorffschule, sodass die Anlieger vor der Gefahr durch Raser für Schulkinder warnen.

Stadt will Schilder erneuern und Hindernisse aufstellen

Bereits 2018 schaltete Kuhne gemeinsam mit einem weiteren Anlieger den SPD-Fraktionsvorsitzenden Daniel Heidler ein, sie schilderten ihre Beobachtungen. Daraufhin kam ein Ortstermin mit Vertretern der Stadtverwaltung zustande und die Situation wurde erörtert. Die Stadtverwaltung nahm den Ortstermin zum Anlass, die Verkehrssituation zu überprüfen, und nun liegt offenbar ein Ergebnis vor.

Anwohnerbeschwerde gegen Raser erfolgreich - Stadt will Hindernisse aufstellen

Bäckermeister Uwe Sadlowski vor seiner Bäckerei an der Einsteinstraße: Rechts vor Links wird missachtet. © Carsten Fischer

Rathaus-Sprecher Hanno Peppmeier bestätigt Informationen der Anlieger, dass konkrete Maßnahmen auf der Einsteinstraße geplant sind. Die Verwaltung habe eine Prüfung der vorhandenen Markierungen und Schilder durchgeführt. Das Ergebnis: Einige Tempo-30-Piktogramme und Verkehrsschilder werden erneuert. An der Einmündung zur Max-Planck-Straße will die Stadt die abgenutzten Haltebalken erneuern. „Weiterhin werden die Straßeneinengungen im Umfeld der Einmündung zur Werner-Heisenberg-Straße umgebaut“, erläutert Peppmeier. „Alte Kanalschachtringe werden durch neue Baumpflanzscheiben ersetzt.“ Dadurch sollen Autos in der Kurve ausgebremst werden. Mit einem Baustart ist demnächst zu rechnen. „Die Maßnahmen und Arbeiten wurden bereits veranlasst und werden jetzt im Frühjahr umgesetzt“, so der Stadtsprecher.

Beschwerden über Kreisel-Schneider an der Germaniastraße

Ortsvorsteher Ulrich Klein pflichtet den Anliegern, die sich für mehr Verkehrssicherheit einsetzen, bei. „Dass da zu schnell gefahren wird ist bekannt. Kontrollen der Kreispolizeibehörde zeigen das“, sagt der SPD-Politiker. Er kann sich erinnern, dass es Fahrbahnmöblierungen, wie er es nennt, im Auslauf der Einsteinstraße schon einmal gegeben habe. Diese seien aber im Zuge von Bauarbeiten entfernt worden.

Die Einsteinstraße ist nicht der einzige Bereich im Methleraner Ortsteil Kaiserau, wo sich Anlieger um die Verkehrssicherheit sorgen. „Ich hatte kürzlich ein Bürgergespräch mit Anliegern der Germaniastraße“, berichtet Joachim Eckardt (SPD). Der Ratsherr wurde unter anderem auf Autofahrer angesprochen, die die Kreisverkehre an der Germaniastraße schneiden, und auf die Geschwindigkeit. Forderungen nach Tempo 30 für die Germaniastraße (es gilt 50 km/h) sind bislang ergebnislos verhallt.

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