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100 Jugendliche im Auftrag des Friedens

dz„go4peace-Camp“

Das „go4peace-Camp“, das der Kamener Pastor Meinolf Wacker vor über 20 Jahren ins Leben gerufen hat, soll Jugendlichen intensive Erfahrungen durch Arbeit und Austausch ermöglichen.

Kamen

, 09.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Ein Dutzend Jugendliche aus Kamen machen sich am Freitag, 10. August, in Richtung Polen auf, um gemeinsam mit insgesamt etwa 100 Altersgenossen am diesjährigen „go4peace-Camp“ teilzunehmen. Das Camp, das dieses Jahr im polnischen Koszalin stattfindet und zehn Tage andauert, hat das Ziel, Jugendliche aus ganz Europa zusammenzubringen. Durch praktische Arbeit und viele Anreize sollen sie inspirierende Erfahrungen machen, wie der Kamener Pastor Meinolf Wacker, Gründer des bereits über 20 Jahre bestehenden Camps, erklärt.

„Wir haben dort eine sehr verdichtete Atmosphäre mit vielen Anreizen, zudem haben wir tägliche Mottos, die, wie in einem Kolben, als Zündfunke dienen sollen“, sagt der Pastor. Die Mottos seien vielseitig, Beispiele seien etwa Leitsätze wie „wage den ersten Schritt“ oder „verurteile nicht“.

Eine der Kamener Jugendlichen, die sich am Freitag auf den Weg begeben wird, ist die 18-jährige Emilia Sokol. „Ich freue mich schon darauf, Menschen aus anderen Ländern kennenzulernen“, sagt die Jugendliche, deren Familie aus Polen stammt und die deswegen fließend Polnisch sprechen kann. Vom Camp erfahren habe sie von ihrer Schwester Julia, mit der sie gemeinsam aufbrechen wird. „Wir machen viel zusammen“, sagt die 18-Jährige lächelnd.

Den Menschen helfen

Doch nicht nur die vielen Begegnungen reizen die Kamenerin, sondern auch der Wille, anderen Menschen zu helfen. Beim „go4peace-Camp“ kann man zahlreiche Workshops belegen, bei denen den Menschen vor Ort geholfen wird. „Ich habe mich dazu entschlossen, an einem Workshop teilzunehmen, bei dem das Haus einer Familie renoviert wird“, sagt Sokol. Zudem will sie einen Grafitti- und einen Angel-Workshop belegen. Die junge Erwachsene möchte einmal Notfallsanitäterin werden und hat schon entsprechende Praktika absolviert. Der christliche Glauben spielt in ihrem Leben eine große Rolle. „Ich habe Kontakt zu Gott und bin nie alleine“, sagt die 18-Jährige überzeugt. Die Gebundenheit an eine Religionsgemeinschaft sei aber kein Kriterium für die Teilnahme am Camp, betont Wacker. Egal ob Katholik, Protestant, Muslim, Buddhist, Agnostiker oder Atheist, alle Jugendlichen können beim Camp teilnehmen. „Es ist eine doppelte Eintrittskarte“, sagt der Pastor, „die eine bezieht sich auf das gemeinsame Arbeiten und die Teilnahme an den Workshops, die andere bezieht sich auf den spirituellen Aspekt und die täglichen Mottos.“

Sokol hat sich für beide Eintrittskarten entschieden, um im Sprachbild zu bleiben. „Ich freue mich schon darauf, die Mottos zu leben und sich darüber mit den anderen Jugendlichen auszutauschen“, sagt die 18-Jährige mit spürbarer Vorfreude.

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