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Vier Tage lang Kirmesbetrieb, dazu Live-Musik und Partys im Festzelt - die Bürgerschützen Holzwickede bringen mit ihrem Schützenfest Trubel nach Holzwickede. In diesem Jahr ist Einiges etwas anders.

Holzwickede

, 16.04.2019 / Lesedauer: 3 min

„Wir wollen gemeinsam mit den Bürgern Holzwickedes feiern.“ Auf diesen Kernsatz bringt Frank Weber, kommissarischer Vorsitzender des Bürgerschützenvereins Holzwickede, das Anliegen seines Vereins, das hinter dem großen Schützenfest vom 5. bis 8. Juli steht. Das „Gemeinsam“ ist wichtig, gab es doch im vergangenen Jahr etwas Unruhe rund ums Fest, da sich Anwohner über die zu laute Musik vor allem am Fest-Freitag beschwert hatten. „Wir wollen nicht gegeneinander, sondern miteinander feiern“, betont Weber daher.

„Wir wollen gemeinsam mit den Bürgern Holzwickedes feiern.“
Frank Weber, kommiss. Vorsitzender Bürgerschützenverein Holzwickede

Einige neue Spielregeln aufgestellt

Um genau das zu ermöglichen, haben die Bürgerschützen gemeinsam mit dem Ordnungsamt und der Kreispolizeibehörde Unna ein paar neue „Spielregeln“ aufgestellt. So beginnt die Partynacht, mit der das Schützenfest traditionell freitags startet, bereits um 19 statt um 20 Uhr. „Außerdem werden alle Live-Musik-Auftritte vor Mitternacht beendet sein“, kündigt Weber an.

Die Tonanlage im Festzelt auf dem Festplatz von Louviers wird außerdem vor Beginn der Partynacht so eingeregelt, dass laute Spitzen nicht mehr möglich sind. Auch werden ab einer bestimmten Uhrzeit, wenn sich die erste Gäste auf den Heimweg machen, Sicherheitsleute darauf achten, dass der Nachhauseweg ruhig verläuft, um die Anwohner nicht zu stören.

Wie die Bürgerschützen aus Holzwickede mehr Menschen fürs Schützenfest begeistern wollen

Mit der „Partynacht“ beginnt das Schützenfest traditionell am Freitagabend - dieses Jahr eine Stunde früher als sonst. © Greis

Fest muss für Kirmes-Schausteller attraktiv bleiben

„Wenn allein diejenigen, die in den Sozialen Medien gerne meckern, dass in Holzwickede nichts los sei, einfach mal vorbeikommen würden, dann wäre schon viel dafür getan, dass so ein Programm wie beim Schützenfest Holzwickede noch lange erhalten bleibt.“
Frank Weber, kommiss. Vorsitzender Bürgerschützenverein Holzwickede

„Wir nehmen dieses Anliegen der Anwohner sehr ernst“, sagt Frank Weber, „wir möchten mit ihnen gemeinsam feiern. Wir feiern ja schließlich auch nicht zum Selbstzweck.“ Denn Holzwickede würde durch das Schützenfest vier Tage lang belebt. „Wann gibt es sonst noch so etwas wie eine Kirmes in Holzwickede?“, fragt Weber. Letztlich hätten es die Holzwickeder selbst in der Hand, wie umfangreich das Schützenfestprogramm auf lange Sicht bliebe. Denn: „Wenn immer weniger Menschen zum Schützenfest kommen, dann wird das Fest natürlich auch für Kirmes-Schausteller immer uninteressanter. Diese Spirale setzt sich dann irgendwann fort.“

Bürger haben es selbst in der Hand, wie attraktiv Schützenfest bleibt

Deswegen hofft Frank Weber, dass viele Holzwickeder das Angebot wahrnehmen, das ihnen der Schützenverein vier Tage lang macht. „Wir würden uns freuen, wenn viele Menschen kommen. Wenn allein diejenigen, die in den Sozialen Medien gerne meckern, dass in Holzwickede nichts los sei, einfach mal vorbeikommen würden, dann wäre schon viel dafür getan, dass so ein Programm wie beim Schützenfest Holzwickede noch lange erhalten bleibt“, so Weber.

Bürgerschützen suchen dieses Mal sogar einen „Schützenkaiser“

Für die Bürgerschützen steht beim 69. Schützenfest natürlich auch noch etwas anderes als der Kirmestrubel, die Musikauftritte und die kulinarische Verpflegung im Mittelpunkt: Sie ermitteln am Festmontag 8. Juli, nicht nur den Nachfolger von König Andreas Gawlowski, sondern auch einen Schützenkaiser. „Das machen wir nur alle fünf Jahre“, erklärt Weber. Wer auch immer den Vogel also von der Stange holt, hat besonders lange Freude an seiner „Kaiserwürde“. Potenzielle Anwärter haben noch bis zum 30. Mai die Gelegenheit, sich schriftlich und unter Nennung eines Adjutanten-Paares beim Vorstand anzumelden.

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Wer folgt auf Andreas Gawlowski (links)? Für den scheidenden Schützenkönig suchen die Bürgerschützen im Juli einen Nachfolger. © Greis

Rathaus-Umbau bringt möglicherweise Standort-Verschiebung

Einige kleinere Änderungen bringt möglicherweise auch der Rathaus-Umbau für die Bürgerschützen mit sich: Eigentlich finden die Aufstellungen zum Zapfenstreich und zum Festzug vor dem Rathaus statt. „Da aber dort gerade der Umbau läuft, weichen wir vermutlich aus; da laufen die letzten Planungen gerade“, sagt Weber. Einen Festumzug wird es aber auf jeden Fall geben. Schließlich gehört der Holzwickeder Schützen-Festzug zu den größten im Kreis Unna: Vereine aus Kamen, Unna und Dortmund nehmen daran teil. 400 bis 500 Festzugteilnehmer, so schätzt Weber, laufen insgesamt mit. Und die freuen sich garantiert über möglichst viele jubelnde Zuschauer am Straßenrand.

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