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Von Kita bis Porsche-Zentrum: Diese Bauprojekte sollen in Kürze anlaufen

dzSpatenstiche in diesem Jahr

Bald rollen die Bagger an: In diesem Jahr verändert sich in der Gemeinde Holzwickede optisch einiges. Hier eine Übersicht der Bauprojekte, die noch in diesem Jahr anlaufen sollen.

Holzwickede

, 02.02.2019 / Lesedauer: 4 min


Schon aufgrund der langwierigen Diskussionen rund um den Standort, dürfte die Kindertagesstätte der Awo am Südende des Emscherparks während der Bauphase die meiste Aufmerksamkeit bekommen. Im April soll Baustart sein. Die Fertigstellung für die zweigeschossige und vierzügige Kita ist für das Frühjahr kommenden Jahres vorgesehen. Ob die Kritiker des Standorts dann ihre Meinung ändern, wird sehr davon abhängen, wie sich das Gebäude in das Areal einfügt. Bauträger ist hier die UKBS.

Die wird auch verantwortlich für den zweiten Kita-Neubau in der Gemeinde sein, für den ebenfalls im Frühjahr der Spatenstich erfolgen soll. Neben dem Friedhof an der Unnaer Straße entsteht unter Trägerschaft der Evangelischen Kirche ebenfalls eine vierzügige Kita, die aber statt zwei- nur eingeschossig gebaut wird. Die Kosten für beide Einrichtungen dürften je bei rund 2,2 Millionen Euro liegen.

Mehr Platz brauchen die Kameraden im Löschzug 1 der Freiwilligen Feuerwehr. Dafür wird im Laufe des Jahres die bestehende Wache an der Bahnhofstraße um- und ausgebaut. Aktuell ist das Gebäude auf dem Stand der späten 1980er-Jahre und die Einrichtung nicht mehr zeitgemäß. Es gibt keine separaten Umkleiden und Duschen für Männer und Frauen. Aktuell ziehen sich die Kameraden in der Fahrzeughalle um. Die Feuerwehrfrauen duschen nach Einsätzen meist in den eigenen vier Wänden. Umständlich ist es derzeit auch, Atemschutzgeräte zu kontrollieren: Die dafür nötige Werkstatt befindet sich im Keller, schweres Gerät muss mühsam von A nach B getragen werden. Die Atemschutzwerkstatt soll im Anbau Platz finden. Die Gemeinde veranschlagt aktuell ein Budget von 220.000 Euro für das Bauvorhaben, stellt sich jedoch darauf ein, dass das Projekt teurer werden kann.

Ein neues Einkaufserlebnis will die Aldi Nord Gruppe den Kunden an der Stehfenstraße bieten. Deswegen wird die Bestandsfiliale abgerissen und durch einen fast doppelt so großen Neubau ersetzt. Interessant wird auch die Bauphase, denn Aldi will auch währendessen in Holzwickede Geld verdienen: Das Unternehmen sucht nach einer Ausweichfläche, um weiterhin Produkte aus einem Zelt verkaufen zu können. Zur Investitionssumme macht der Discounter keine Angaben.

Erweiterungspläne hat auch die Firma Gatter3 für seinen Standort im Eco Port. Ein neues Bürogebäude, eine Tiefgarage und eine Lagerhalle, auf dessen Dach zudem ein Fitnessstudio Platz finden soll, hat Geschäftsführer Metin Duman im Sinn. Laut Duman sei der Bauantrag bereits gestellt. Geht es nach ihm, steht der Neubau noch 2019. Bekommt das Unternehmen seinen Bauantrag durch, dürfte eine Fertigstellung 2020 realistischer sein.

Der Pflegebedarfsplan des Kreises Unna sieht für das Jahr 2020 weitere 70 Pflegeplätze in der Gemeinde vor. Dafür braucht es ein neues Pflegeheim. Den Zuschlag für den Bau erhielt einst die Perthes-Stiftung, die bereits eine Einrichtung in der Gemeinde betreibt. Am Dienstag, 5. Februar, behandelt der Planungs- und Bauausschuss das Bebauungskonzept der Perthes-Stiftung. Bezugsfertig soll das neue Pflegeheim Ende 2020 sein. Ebenfalls geplant ist ein Wohnheim für Menschen mit Behinderung an der Friedhofstraße. Hier ist voraussichtlich erst im kommenden Jahr der Baustart.

Von Kita bis Porsche-Zentrum: Diese Bauprojekte sollen in Kürze anlaufen

Der Aldi an der Stehfenstraße wird abgerissen und durch einen fast doppelt so großen Neubau ersetzt.greis © Greis

Ruhe auf der Baustelle

Das Baustellenschild kündigt eigentlich noch für 2019 ein neues Porsche-Zentrum an der Chaussee, Ecke Nordstraße an. Auch wer sich beim Kartendienst von Google informiert, sieht hier bereits die Adresse des Autohauses vermerkt. Allein: Auf der Baustelle tut sich seit Monaten nichts. Das hat sehr wahrscheinlich damit zu tun, dass die Porsche AG ein neues Design für seine Niederlassungen entworfen hat. Anscheinend hat der Bauherr, die Hülpert-Gruppe, die diverse Marken an 13 Standorten in der Region vertreibt, hier einen Baustopp unterzogen, um die neue Porsche-Architektur noch übernehmen zu können. Wann es auf der Baustelle weitergeht? Hier hielten sich die Beteiligten zuletzt mit Informationen zurück. Möglicherweise kommt das neue Porsche-Zentrum erst 2020.

Der Um- und Anbau des Rathauses startet bekanntermaßen ebenfalls im Jahr 2019. Vor 2021 wird das neue Zentrum für Verwaltung und Bürger aber nicht seiner Bestimmung übergeben. Für das größte Bauprojekt in der Geschichte der Gemeinde ist ein Budget in Höhe von 19,53 Millionen Euro veranschlagt.

Gearbeitet wird bereits auf dem ehemaligen Gelände der Emscherkaserne. Die alten Gebäude werden aktuell abgerissen. Bis hier der Wohnpark „Emscherquelle“ entsteht, dürften aber noch fünf Jahre vergehen. Dann könnte auch ein weiteres Großprojekt im Eco Port sein Ende finden: Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Westfalen (CVUA) will nach ersten Plänen für rund 40 Millionen Euro ein Labor errichten, das die Standorte in Arnsberg, Bochum, Hamm und Hagen am Standort Holzwickede vereint.

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