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Vergessene Pfanne löst Großeinsatz aus

Wohnungsbrand in Holzwickede

Rauch dringt aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss der Nordstraße. Die Feuerwehr rückt mit einem Großaufgebot aus. Doch die Großbaustelle in der Bahnhofsunterführung bremst einen Teil der Rettungskräfte aus.

von Jennifer Freyth

Holzwickede

, 23.07.2018
Vergessene Pfanne löst Großeinsatz aus

Die Nordstraße war kurzzeitig in beiden Richtungen gesperrt. Die zahlreichen Rettungsfahrzeuge blockierten die Fahrbahn. © Jennifer Freyth

Wohnungsbrand an der Nordstraße – so lautete die Einsatzmeldung, die am Montagmittag die gesamte Holzwickeder Feuerwehr zum Einsatz beorderte. Die Löschzüge aus Mitte und Opherdicke/Hengsen rückten aus und sorgten rund um die Kreuzung Nordstraße/Rausinger Straße für ein mittleres Verkehrschaos, das sich aber so schnell wieder auflöste, wie es sich gebildet hatte. Denn: Die Retter konnten schnell Entwarnung geben.

Ein Trupp, der sich vorgearbeitet hatte, konnte die Ursache für den starken Rauch schnell ausmachen: Ein Bewohner hatte auf dem Herd eine Pfanne vergessen und die Wohnung verlassen. Der Rauchmelder in der Wohnung hatte ausgelöst, ein Nachbar hatte das gehört und gleich die Rettungskräfte alarmiert. „So ist kein Schaden entstanden – außer der Pfanne“, sagte Einsatzleiter Marco Schäfer. Weil der Anrufer der Leitstelle von außen sichtbarem Rauch berichtete, rückten die Züge I und II sowie der Rettungsdienst aus. Eine Standardalarmierung bei diesem gemeldeten Feuer 3.

Die Feuerwehrleute hatten die Pfanne schnell auf den Balkon gebracht, den Herd vom Strom getrennt und schließlich noch gut gelüftet, sodass sie alsbald wieder abrücken konnten. Verletzt wurde niemand, die Anwohner hatten sich rechtzeitig ins Freie gerettet.

Die Großbaustelle in der halbseitigen Bahnhofsunterführung erschwerte allerdings den Einsatz: Während ein Teil der Rettungsfahrzeuge die Unterführung mied und so schnell zum Einsatzort gelangte, steckten einige Fahrzeuge in der Unterführung fest. Denn: Mit den Rettungsfahrzeugen befand sich auch ein Bus in der Unterführung, der Probleme hatte, in dem Nadelöhr auszuweichen. Ein Autofahrer, der weiter vorn in der Schlange stand, stieg kurzerhand aus und winkte andere Autofahrer in freie Lücken hinter den Absperrungen, damit schließlich auch der Bus Platz machen konnte. Doch auch das reichte noch nicht: Letztlich musste die Feuerwehr noch selbst Hand anlegen und die eine oder andere Absperrung zur Seite schieben.

Welchen Weg die Feuerwehrleute zum Einsatz nehmen, ist den Fahrzeugführern übrigens selbst überlassen. Einsatzleiter Marco Schäfer weiß aber aus Erfahrung: „Wenn der Weg länger ist, aber wir durchrollen können, ist das oft besser. In den Stoßzeiten werden wir die Unterführung sicher meiden.“

Den Verkehrsteilnehmer in der Unterführung macht er am Montag keine Vorwürfe: „Zurzeit hat man dort ja kaum eine Chance, eine Rettungsgasse zu bilden. Wir hoffen wie wohl alle Holzwickeder, dass die Baustelle schnell vorüber ist.“

Die Arbeiten in der Bahnunterführung sollen voraussichtlich noch bis Anfang August dauern.