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SPD-Politikerin fordert: Beigeordneter muss sich entschuldigen

dzSitzung des Gemeinderats hat Folgen

Der Streit über die Befangenheit der SPD-Ratspolitikerin Monika Mölle hat ein Nachspiel. Nach der Akteneinsicht fordert Mölle nun vom Ersten Beigeordneten Bernd Kasischke eine öffentliche Entschuldigung ein.

Holzwickede

, 23.07.2018 / Lesedauer: 2 min

Die Juli-Sitzung des Gemeinderats wird in die Geschichte eingehen. Nicht nur wegen des Aufhebungsbeschlusses zum Kita-Neubau, sondern insbesondere wegen des Streits zwischen der SPD-Politikerin Monika Mölle und dem Ersten Beigeordneten Bernd Kasischke. Wie berichtet hatte Kasischke in der Ratssitzung erklärt, dass Monika Mölle nicht nur, wie sie selber erklärt hatte, bei der Abstimmung über die Aufhebung des Ratsbeschlusses zur Kita auf dem Festplatz befangen sei. Mölle dürfe auch nicht bei der Entscheidung über eine Kita im Emscherpark abstimmen. Das, so hatte Kasischke erklärt, habe er beim Städte- und Gemeindebund juristisch prüfen lassen. Kasischke sprach dabei erst von einem angeblich verschickten Brief und im Anschluss von einer E-Mail an Mölle. Mölle erklärte in der Ratssitzung, dass sie weder einen Brief noch eine Mail gesehen habe.

Mittlerweile, so erklärten Monika Mölle und der Fraktionsvorsitzende Michael Klimziak am Montag, habe Till Knoche wie in der Sitzung angekündigt Akteneinsicht bei der Verwaltung beantragt und erhalten. Das Ergebnis: Es liegt kein Schriftverkehr mit dem Städte- und Gemeindebund vor. „Das ist also eine glatte Lüge gewesen. Ich bin tief enttäuscht. In der Ratssitzung habe ich mich schon unter Druck gesetzt gefühlt“, fordert Mölle nun von Bernd Kasischke in der ersten Ratssitzung nach der Sommerpause eine öffentliche Entschuldigung ein. Als ehrenamtlich engagierte Politikerin so behandelt zu werden, „das finde ich menschenunwürdig und niveaulos“, schimpft Mölle.

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