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Frisch gebräunt aus dem Skiurlaub zurückgekehrt, öffnet der SPD-Bürgermeisterkandidat Peter Wehlack der Öffentlichkeit seine private Haustür und gewährt Einblicke in seine Vision „Holzwickede 2030“.

Holzwickede

, 23.04.2019 / Lesedauer: 4 min

„Ich bin Holzwickeder durch und durch“, sagt der 52-Jährige, der am 27. April seinen Geburtstag feiert. Schließlich haben schon seine Urgroßeltern an der Massener Straße ihr Häuschen gebaut, direkt daneben wohnen heute noch Wehlacks Eltern. Und Peter Wehlack selbst hat Holzwickede nie so richtig verlassen. Geboren ist er zwar im Unnaer Krankenhaus und während des Studiums hat er drei oder vier Jahre in Dortmund gewohnt – „ansonsten bin ich aber Ureinwohner“, lacht Wehlack.

Visionen wie Eco-Port oder Neue Caroline sind wichtig

Und deshalb liegt die Emschergemeinde dem SPD-Mann auch so am Herzen. Er möchte, dass die Gemeinde gut aufgestellt ist, um nicht nur für seine drei Kinder – der jüngste Spross ist fünf Jahre alt – eine Heimat zu sein, in der es sich gut leben lässt. „Dafür brauchen wir Visionen für eine Gemeinde 2030“, sagt der 52-Jährige. Solche Visionen, wie sie einst der damalige Gemeindedirektor Heinrich Kampmann für den Eco-Port hatte oder wie die für das Wohngebiet Neue Caroline. „Das sind weitsichtige Projekte, die heute Garanten sind für einen ausgeglichenen Haushalt und für den Erhalt der Infrastruktur“, sagt Wehlack. Es gehe darum, zu agieren und nicht ausschließlich zu reagieren. „Deshalb müssen wir wissen, was wir für Holzwickede in den nächsten zehn Jahren erreichen wollen.“

Peter Wehlack gewährt Einblicke in Privates und in seine Vision von „Holzwickede 2030“

Weitere Visionen wie die für die Entwicklung des Eco Ports hält Peter Wehlack für sehr wichtig, um die Gemeinde zukunftsfähig aufzustellen. © Archiv

Rats- und Bürgerhaus ist eine große Chance

Als große Chance begreift Peter Wehlack zum Beispiel das Rats- und Bürgerhaus. „Wir bauen mitten in der Gemeinde. Das ist eine Riesenchance, Verwaltung transparenter zu machen, einen Platz zu schaffen, an dem Bürger sich angenommen und willkommen fühlen“, sagt er. Trotzdem müssten neben dem „analogen Service“ auch digitalisierte Angebote der Gemeinde geschaffen werden, spricht der Bürgermeister-Kandidat davon, den Spagat zwischen denen, die nicht digital unterwegs sind, und einem modernen Service für die Bürger hinzubekommen.

Peter Wehlack gewährt Einblicke in Privates und in seine Vision von „Holzwickede 2030“

Das geplante Rats- und Bürgerhaus in der Gemeindemitte erachtet Peter Wehlack als Riesenchance für die Gemeinde, sich transparent und bürgernah zu präsentieren. © Harder Stumpfl Schramm Freie Arc

Bürger-App oder Online-Anträge auf Zuschüsse für Vereine

„Ich sage immer, das bundesdeutsche Passwesen können wir in Holzwickede nicht digitalisieren, aber wir können Zuschussanträge online ermöglichen, so etwas wie eine Bürger-App installieren oder die Hallenbelegungspläne digital zur Verfügung stellen“, so Wehlack. Einfach mal machen, ist dabei seine Parole. „Und die kann auch einmal bedeuten, dass man mal etwas falsch macht“, hat Wehlack davor keine Angst.

Kreidezeit an den Schulen hätte mit ihm ein Ende

Seit 2010 ist Peter Wehlack Leiter der Fridtjof Nansen Realschule in Kamen und legt als solcher auch Wert auf eine solide digitale Ausstattung. „Wir haben keine einzige grüne Tafel mehr“, ist die Kreidezeit an der Kamener Realschule schon längst vorbei. „Dahin müssten wir auch in Holzwickede kommen“, sagt der Schulleiter. Gymnasium und Hauptschule seien sehr stiefmütterlich ausgestattet. „An den Grundschulen ist es Glücksache – je nachdem, wie der Förderverein aufgestellt ist“, so Wehlack. Und das dürfe nicht sein. „Der Schulträger ist hier in der Pflicht, eine vernünftige Basis zu schaffen, damit alle die gleichen Grundlagen haben“, sagt Wehlack. Die SPD-Fraktion habe bereits in den letzten Haushaltsverahndlungen dafür gesorgt, dass der Ansatz für die Digitalisierung an den Schulen auf 200.000 Euro heraufgesetzt wurde.

Peter Wehlack gewährt Einblicke in Privates und in seine Vision von „Holzwickede 2030“

Als Leiter der Kamener Fridtjof Nansen Realschule legt Peter Wehlack Wert darauf, dass die Schulen gut ausgestattet sind – auch mit digitalen Medien. © Stefan Milk

Computeraffin sei er übrigens schon immer gewesen. Doch seine Zeit als Geschäftsführender Bildungsreferent beim Jugendverband Computer&Medien nach dem zweiten Staatsexamen habe ihn in der pädagogischen Anwendung der modernen Medien geschult. „Gleichzeitig habe ich in dieser Zeit Einblicke in das Haushaltsrecht des Landes erhalten“, ist sich Wehlack sicher, dass ihm das als Bürgermeister zugute kommen würde.

Peter Wehlack gewährt Einblicke in Privates und in seine Vision von „Holzwickede 2030“

Computeraffin ist der 52-Jährige schon immer gewesen. Ihm ist es wichtig, die digitalen Angebote an den Schulen und in der Verwaltung zu verbessern. © Udo Hennes

Sportforum sollte offen sein für alle Vereine und Bürger

Als solcher würde er sich auch für das von TGH und HSC angedachte Sportforum einsetzen. „Das ist ein Leuchtturmprojekt“, sagt Wehlack, der in seiner Zeit beim TGH besonders den Bereich Prävention und Gesundheitssport mit aufgebaut hat. Das Sportforum soll seiner Meinung nach offen sein für alle Vereine und vom Kind über den Berufstätigen bis hin zum Senior allen Platz bieten, die etwas für ihre Gesundheit tun wollen. „Wir wollen eine familienfreundliche Gemeinde sein. Da gehört so etwas dazu“, sagt er. Die Kosten sollten dabei von den Vereinen selbst gestemmt werden, so Wehlack.

OGS-Standorte schnell ausbauen

Apropos familienfreundlich: Für dringend notwendig hält der Genosse den zügigen Ausbau der OGS-Standorte. Zwar habe die Gemeinde damit schon begonnen, doch seine eigene Tochter habe sich von der Übermittagbetreuung an der Dudenrothschule abgemeldet, nachdem es ihr sehr schwer viel, sich dort auf ihre Hausaufgaben zu konzentrieren. „Die Räumlichkeiten sind für die Anzahl der Kinder einfach viel zu klein“, so Wehlack. Was an der Paul-Gerhard-Schule begonnen wurde, müsse daher an den restlichen Standorten ebenfalls schnell geschehen. „Das dürfen wir nicht mehr schieben.“

Gute Moderation hätte Kita-Diskussion verkürzt

Dass es auch mit besserer Moderation in Sachen Kita-Standort in der Gemeindemitte viel schneller hätte gehen können, da ist sich Peter Wehlack sicher. „Es gab eindeutig Moderations- und Kommunikationsschwächen in dem Prozess“, sagt er. Wehlack selbst hat sich ins Kandidaten-Profil geschrieben: „Menschen ernst nehmen.“ Zuhören, miteinander reden, sachlich und transparent diskutieren, gute Entscheidungen treffen und verantwortungsgerecht umsetzen. „Ist eine demokratische Entscheidung getroffen, darf es auch kein Hin und Her mehr geben“, so Wehlack. In Sachen Kita sei nun eine schnelle Umsetzung erforderlich.

Vision Holzwickede 2030 mit der Politik entwickeln

Die Liste der Dinge, die er als Bürgermeister umsetzen würde, ist lang. Fehlende Radwege, bessere Übergänge zu schaffen zwischen Kindergarten, Schule und Beruf, Entwicklungsgebiete ausweisen – zusammen mit der Politik die Vision für ein Holzwickede 2030 zu entwickeln, dafür tritt er an. Und dazu bringt Wehlack nicht nur seine Erfahrungen als Leiter einer Realschule mit, sondern hat in seinem Lebenslauf zahlreiche Führungserfahrungen vorzuweisen – sowohl ehrenamtlich als auch hauptberuflich.

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