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Hilfsinitiative für Geflüchtete will die Weichen für künftige Arbeit stellen

dzWillkommen in Holzwickede

Die Aufgaben ändern sich, die Zahl der Helfer sinkt: Die Hilfsinitiative „Willkommen in Holzwickede“ sucht nach Wegen, sich neu aufzustellen, um Geflüchteten weiter zur Seite zu stehen.

23.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Als Ende 2014 mehr und mehr Flüchtlinge nach Deutschland kamen und auch der Gemeinde zugeteilt wurden, gründete sich die Hilfsinitiative „Wir für Holzwickede“. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer standen den Neuankömmlingen zur Seite und halfen in den Folgejahren bei den ersten Schritten in einer neuen Umgebung.

Mittlerweile ist der Zuzug in die Flüchtlingsunterkünfte an der Bahnhofstraße, Massener Straße und Mühlenstraße aber deutlich zurückgegangen. Rund 100 Menschen wohnen hier noch. Die Hilfsinitiative steht insgesamt mit rund 150 Geflüchteten in Kontakt. Das funktioniert zum Teil über feste Patenschaften, von denen es aber nicht genug gibt. Dann sind meist Friedhelm Nusch und Roswitha Göbel-Wiemers die ersten Ansprechpartner.

„Willkommen in Holzwickede“

Neue Helfer sind immer gerne gesehen

Wenn am Donnerstag die Hilfsinitiative ab 19.30 Uhr im Alois-Gemmeke-Haus an der Hauptstraße 51 zusammenkommt, dann sind laut Friedhelm Nusch auch neue Gesichter gerne gesehen. Zwar würden sich mittlerweile vermehrt Menschen einbringen, die einst selbst nach Deutschland flohen – um die ehrenamtliche Arbeit aufrecht zu erhalten, braucht es aber mehr Freiwillige.

In den vergangenen Monaten hat sich zudem das Anforderungsprofil an die Helfer geändert. „Mittlerweile geht es darum, den Menschen bei Bewerbungen zu helfen, sie bei Gesprächen mit Vermietern zu unterstützen oder Behördenschreiben zu übersetzen. Mit Anträgen von VKU oder Ausländeramt hat man ja als Deutscher schon seine Schwierigkeiten...“, spricht Friedhelm Nusch aus Erfahrung.

Nach der ersten Euphorie habe die Intitiative mittlerweile das Problem, dass die Menge an helfenden Menschen laut Nusch nicht mehr so groß sei. Er und Roswitha Göbel-Wiemers seien mittlerweile beide Mitte 60, wollen nicht mehr ihre gesamte Freizeit in die ehrenamtliche Arbeit stecken. „Aus organisatorischer Sicht geht ein ‚Weiter so‘ einfach nicht mehr. Wir würden gerne kürzer treten, aber dafür müssen die Aufgaben auf mehr Schultern verteilt werden“, sagt Friedhelm Nusch.

Nachdem sich dieser Wandel bereits beim ersten Monatstreffen der Initiative im Januar abzeichnete, soll es nun am Donnerstag konkret werden. Dann steht um 19.30 Uhr das monatliche Treffen von „Willkommen in Holzwickede“ im Alois-Gemmeke-Haus an der Hauptstraße 51 an. Um zu konkreten Ergebnissen zu kommen, hat die Initiative eine externe Moderatorin vom Kommunalen Integrationszentrum im Kreis Unna eingeladen. „Das wird definitiv kein normales Treffen. Wir wollen unsere Arbeit auf gar keinen Fall einstellen, aber wir müssen die Weichen für die Zukunft stellen“, wird Nusch deutlich, dass es am Donnerstag um nicht weniger als das Fortbestehen der Initiative geht.

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