Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Heimische Gewässer halten Temperaturen aus

Wasserqualität leidet nicht

Während die Hitze in manchen stehenden Gewässern dazu führen kann, dass der Sauerstoffgehalt für Lebewesen gefährlich absinkt, liegen die Werte in der Emscher im grünen Bereich. Auch die Trinkwasserversorgung ist gesichert.

Holzwickede

, 26.07.2018 / Lesedauer: 3 min
Heimische Gewässer halten Temperaturen aus

Auf Holzwickeder Gebiet strotzt die Emscher den heißen Temperaturen, ist der Sauerstoffgehalt völlig in Ordnung. © Greis

Emschergenossenschaft und Lippeverband prüfen regelmäßig die Werte für die Gewässer in der Region. Zu wenig Sauerstoff im Wasser führte kürzlich dazu, dass 3000 Fische aus einem Regenrückhaltebecken zwischen Unna und Kamen in verschiedene Gewässer nach Dortmund umgesiedelt wurden. Aktuelle Ergebnisse aus dem Emscherlauf auf Holzwickeder Gemeindegebiet zeigen, dass das Fließgewässer in seinem Oberlauf hingegen von der Hitze nicht beeinträchtigt wird. Bei einer sehr frühen Messung um 6 Uhr morgens lag der Sauerstoffgehalt bei 9,4mg pro Liter. Das Wasser wies noch kühle 15 Grad aus. „Wenn der Sauerstoffgehalt im Wasser in kurzer Zeit unter 7mg fallen sollte, wäre das kritisch“, sagt Lippeverband-Sprecher Michael Steinbach.

Flussabwärts habe man in der Nähe des Phoenixsees gegen 10.30 Uhr ebenfalls gemessen. Der Sauerstoffgehalt lag hier bei 8,9mg, die Wassertemperatur schon bei 20,3 Grad. Dass ein Fließgewässer von den aktuellen Bedingungen nicht betroffen ist, sei laut Steinbach nicht selbstverständlich. So berichtet Steinbach vom Rotbach in Dinslaken, der in weiten Teilen ausgetrocknet sei. Es komme eben auch immer auf die Ergiebigkeit der Quelle an, die bei der Emscher gut sei. Niedrigwasser herrscht hingegen direkt im Phoenixsee, der von der Emscher gespeist wird. Das Gewässer sei aber weit davon entfernt, zu kippen. Theoretisch ließe sich Wasser aus dem Oberlauf in den See pumpen: „Aber das würde die Emscher über Kilometer schädigen und wäre nicht sinnvoll. Der See muss das aushalten“, sagt Steinbach.

Wer derzeit den Wasserhahn auf kalt stellt, aufdreht und sich dennoch über vergleichsweise warmes Wasser wundert, bekommt die Auswirkungen der Hitze auf die Trinkwasserversorgung mit. Im Stausee Hengsen produzieren die Wasserwerke Westfalen 27 Millionen Kubikmeter Trinkwasser im Jahr für Teile von Holzwickede, Dortmund, Schwerte und Iserlohn. „Aktuelle Proben weisen momentan eine Wassertemperatur von 17 Grad auf. Normal wären um die 13 Grad“, sagt Wasserwerkesprecherin Tanja Vock. Die Temperaturen würde man durchaus merken, auf die Wasserqualität hat es indes keine Auswirkungen. Werte zum Sauerstoffgehalt, pH-Wert und zahlreichen weiteren Stoffen sind auf der Webseite der Wasserwerke Westfalen einsehbar.

Die Wasserwerke-Westfalen im Netz

Lesen Sie jetzt