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Dem Sportabzeichen fehlt es noch an Abnehmern

dzTraining im Montanhydraulikstadion

In diesem Jahr läuft die Möglichkeit, seine eigenen Grenzen zu testen und die körperliche Fitness zu wahren, sehr schleppend an. Ein Einstieg ins Training ist aber immer noch möglich.

von Lena Zschirpe

Holzwickede

, 12.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Die Sportabzeichenabnahme im Holzwickeder Montanhydraulikstadion ist eigentlich eine sportliche Institution. Dabei ist die Teilnahme nach wie vor für jeden, der sich sportlich verbessern möchte, beim Kreissportbund Unna kostenlos und die große Bandbreite des Angebots unverändert. Also wo zwickt der Schuh?

Eine unglückliche Reihe von Vorkommnissen und Fehlinformationen, könnten Gründe für den mäßigen Zulauf in diesem Jahr sein: In Brigitte Bastert hatte sich eine neue Obfrau für Holzwickede erst Ende Mai gefunden, obwohl das Angebot für gewöhnlich bereits Anfang Mai startet. Die Termine mussten aus zeitlichen Gründen von Dienstag auf Mittwoch um 17 bis 19 Uhr verschoben werden. All das sorgte für Verwirrung unter potenziellen Teilnehmern – Gerüchte, die Sportabzeichenabnahme würde in diesem Jahr gar nicht stattfinden, machten die Runde.

Training bis September

Auch veränderte Leistungen, die für ein goldenes Sportabzeichen erzielt werden müssen, sorgten teilweise für Demotivation, erklärt Jürgen Auswerth, der jeden Mittwoch als Prüfer vor Ort ist. „Damen müssen jetzt nicht mehr 2000 Meter in der vorgegebenen Zeit schaffen, sondern 3000. Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass 2000 Meter auch schon beachtlich sind.“

Denn das Angebot richtet sich nicht nur an Sportskanonen, auch Einsteiger sind willkommen: Wer die Termine am Mittwoch regelmäßig nutzt, habe genug Zeit, um die Ausdauer zu trainieren. Außerdem sei das Nachtragen möglich, ein neuer Bestwert wird dabei durch den alten ersetzt, um jeden Teilnehmer die Chance auf Gold zu ermöglichen.

Die Motivation zur Teilnahme lässt sich schnell erklären. „Es ist zunächst einmal eine Überprüfung der eigenen Fitness. Man sieht ganz einfach anhand der regelmäßigen Ergebnisse, ob man sich noch verbessern kann und wo man vielleicht nachgelassen hat“, so Auswerth. Außerdem gäbe es für ein Sportabzeichen bei vielen Krankenkassen Prämien. Wer eine Ausbildung bei der Feuerwehr oder der Polizei anfangen will, benötigt ebenfalls in den meisten Fällen ein Goldabzeichen.

Fünf verschiedene Kategorien

Fünf Kategorien müssen für ein Sportabzeichen erfolgreich absolviert werden: Kraft, Ausdauer, Koordination, Schnelligkeit. Jede Kategorie lässt sich dabei durch verschiedene Übungen erfüllen, daher sei laut Auswerth die Angst vor dem 3000-Meter-Lauf auch unangebracht.

In puncto Ausdauer sind Walking und Radfahren alternativ genauso möglich, bei Schnelligkeit ließe sich sogar zum Schwimmen und Geräteturnen ausweichen. Koordination sorge häufiger für Schwierigkeiten, dafür sei die Auswahl der Sportarten aber auch vielfältiger: Hoch- und Weitsprung, Schleuderball und Seilspringen sowie Geräteturnen fallen in diese Kategorie.

Teilnahme ist kostenlos

Die kostenlosen Termine bieten in der Regel genügend Zeit, um sich durch die verschiedenen Sportarten zu probieren und jene, mit den besten persönlichen Ergebnissen zu ermitteln. Das Training erfolgt im Montanhydraulik-Stadion selbstständig, die erfahrenen Prüfer wollen aber niemanden ins offene Messer laufen lassen und stehen immer mit Rat und Tat zur Seite. Ehrgeizige Einzelsportler sind dabei genau so gerne sehen wie Gruppen, Paare oder Familien.

Das Sportabzeichen kann ab sechs Jahren abgenommen werden, für jüngere Kinder bietet der Kreissportbund Unna in Holzwickede ein Mini-Sportabzeichen an.

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