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Wieder Brand im Justizvollzugskrankenhaus in Fröndenberg

Häftling verletzt

Im Justizvollzugskrankenhaus in Fröndenberg hat es am Samstagvormittag wieder gebrannt. Ein 20 Jahre alter Häftling wurde dabei leicht verletzt.

Fröndenberg

, 12.01.2019
Wieder Brand im Justizvollzugskrankenhaus in Fröndenberg

Im Dezember 2018 hatte es im JVK in Fröndenberg bereits gebrannt. © Marcel Drawe

Nach einem tödlichen Brand im Justizvollzugskrankenhaus (JVK) in Fröndenberg ist in einer Zelle erneut ein Feuer ausgebrochen. Papier und ein Schlafanzug hätten am Samstagvormittag gebrannt und einen 20 Jahre alten Häftling leicht verletzt, sagte ein Polizeisprecher. „Es ist relativ glimpflich ausgegangen.“ Die Kripo ermittle.

Mitte Dezember war ein 24 Jahre alter Patient eine Woche nach einem Feuer im JVK gestorben. Seine Kleidung hatte Feuer gefangen, der Mann erlitt schwere Brandverletzungen.

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Der aktuelle Fall habe offenbar aber nichts mit den Vorfällen aus dem Dezember zu tun, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage unserer Redaktion. Ob es sich um einen Suizidversuch gehandelt habe, sei noch nicht klar. Der Häftling selbst verneine dies. „Die Überwachungsmaßnahmen haben zum Glück gegriffen, bevor Schlimmeres passieren konnte“, so der Polizeisprecher, der mit Blick auf die laufenden Ermittlungen der Kripo keine weiteren Details nennen wollte.

„Die Maßnahmen zur Überwachung haben zum Glück gegriffen, bevor Schlimmeres passieren konnte“
Ein Polizeisprecher

Bei dem Vorfall im Dezember war vor allem unklar, wie die Kleidung des Inhaftierten so schnell in Brand geraten konnte. Sachverständige testeten im Zuge der Ermittlungen, wie schnell die Kleidung, die Gefangene in der JVK tragen, etwa der Schlafanzug und Joggingbekleidung, anfangen zu brennen.

Der im Dezember verstorbene Inhaftierte wurde videoüberwacht, weil er psychisch auffälliges Verhalten zeigte, das aber nicht suizidal gewesen sei. Die Kleidung gerate nach aktuellem Erkenntnisstand auch ohne Brandbeschleuniger, der ausgeschlossen werden konnte, schnell in Brand, so Anstaltsleiter Turowski zu dem Fall im Dezember.

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