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Stadt Fröndenberg handelt nach schlecht abgesprochener Sperrung

dzEinbahnstraße befahrbar

Die Stadtwerke und der Landesbetrieb Straßenbau stimmen sich am Montag offenbar nicht ab: Teile von Bausenhagen sind wegen Sperrungen nicht erreichbar – bis die Stadt einschreitet.

Fröndenberg

, 16.07.2018 / Lesedauer: 3 min

Bereits in den vergangenen Tagen hatten sich Fröndenberger über die Verkehrssituation in Bausenhagen aufgrund der Arbeiten an der Palzstraße beschwert. Ohne, dass dies vorher angekündigt oder gar begründet worden sei, war die Straße Priorsheide gesperrt, sodass etwa der evangelische Friedhof nicht gut erreicht werden konnte. Eine Umleitung sei nicht ausgeschildert gewesen, beklagte das Ehepaar Leider vor kurzem. Nun war es die Praxis der Heilpraktikerin Bettina Ahring, die am Montagmorgen nicht erreichbar war – ebenfalls aufgrund einer Sperrung der Priorsheide. „Ich musste meine Kunden anrufen und Termine absagen“, ärgerte sich Ahring. Zwei Baustellen gleichzeitig belasteten den Ortsteil. Zum einen die Großbaustelle an der Palzstraße, dessen Umleitung ausgeschildert ist, zum anderen aber auch eine kleine Baustelle der Stadtwerke, für die die Priorsheide zum Teil gesperrt werden musste. Die Stadtwerke verlegen hier aktuell Stromkabel, um das Netz für regenerative Energien zu stärken.

Matthias Weischer von der Stadtverwaltung hat die Beschwerde der Praxisbesitzerin Ersnt genommen und sich die Situation vor Ort noch am Vormittag angeschaut. Mit dem Ergebnis: Für die Dauer der Sperrung durch die Stadtwerke kann die Einbahnstraße, die rechts von der Priorsheide in Richtung Kirchweg abgeht, in beide Richtungen befahren werden. Damit ist auch die Praxis am Graf-Ezzo-Weg wieder erreichbar. Die namenlose Straße sei breit genug für Gegenverkehr und könne daher bedenkenlos genutzt werden. Voraussichtlich wird die Priorsheide bereits am Dienstag wieder freigegeben und die Ausnahmeregelung in der Einbahnstraße wird im gleichen Zug zurückgenommen.

Was bleibt, ist die Frage, wie es zu solchen Engpässen kommt: Grundsätzlich müssten alle Bauträger ihre Baustellen und die dafür nötigen Umleitungen beim Kreis Unna anmelden, erklärt der Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Einfach so eine Straße zu sperren, sei nicht erlaubt. Möglicherweise sei hierbei allerdings durch die Urlaubsabwesenheit eines Mitarbeiters beim Kreis Unna etwas untergegangen, erklärt Weischer. Von dem Bauvorhaben der Stadtwerke vor Ort habe auch die Stadt nichts gewusst. Bei vielen Angelegenheiten, die die Arbeiten an der Palzstraße betreffen, könne die Stadt nur zusehen und nicht direkt eingreifen, weil der Landsbetrieb Straßen NRW für die Deckensanierung zuständig ist.

Grundsätzlich gibt Matthias Weischer aber auch zu bedenken: „Im schlimmsten Fall muss man einen Weg auch mal zu Fuß zurücklegen, wenn es mit dem Auto nicht weitergeht.“

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