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Sinkende Schülerzahl lässt Mensa-Statistik abnehmen

Gesamtschule Fröndenberg

Seit Jahren steht die Mensa der Gesamtschule Fröndenberg für Kontinuität und Qualität. Das Essen schmeckt. Auch den künftigen Fünftklässlern beim Probeessen am Dienstagabend. Dass trotzdem drastische Einbrüche bei den Ausgabezahlen zu verzeichnen sind, erschreckt.

Fröndenberg

, 26.06.2018 / Lesedauer: 3 min
Sinkende Schülerzahl lässt Mensa-Statistik abnehmen

Die künftigen Fünftklässler und ihre Eltern ließen sich am Dienstagabend das Probeessen in der Mensa schmecken. Schließlich sollen sie künftig Kunden werden. Nachdem der neunzügige Jahrgang die Gesamtschule verlassen hat, sinkt die Zahl der ausgegebenen Essen.drawe © Marcel Drawe

Drastische Einbrüche hat es nämlich besonders im Einzelverkauf gegeben. Die Zahl der verkauften Einzelmarken ging von 3517 im Vorjahreszeitraum auf 2606 zurück. Das sind über 1000 Mahlzeiten weniger. Auch die Elferkarten, bei denen die Schüler zehn Essen bezahlen und elf erhalten, verzeichnen einen Einbruch. Hier sank die Zahl um fast 300 (von 1253 verkauften Elferblöcken auf 957). Leichter fallen die Rückgänge bei der Zahl der Abonnenten aus. 517 Schüler und 13 Lehrer haben derzeit Abos abgeschlossen, im Vorjahreszeitraum waren es 546 Schüler und 15 Lehrer.

Was ist also los an der Mensa? Schmeckt es etwa nicht mehr? Schulleiter Klaus de Vries schmunzelt: „Kein Wunder, dass die Essensausgaben zurückgehen. Wir haben drei Klassen weniger.“ Denn der neunzügige Jahrgang, der einst nach Elternprotesten gegen die Abweisung von Schülern eingerichtet wurde, hat die Gesamtschule mittlerweile verlassen. So hat sich die Schülerzahl auf eine sechszügige Gesamtschule eingependelt und liegt jetzt laut Sabine Dettmann von der Stadtverwaltung bei 1303. Im Vorjahr waren es noch 1424 Schüler, also 91 mehr. „Wenn diese Schüler nur zweimal in der Woche in der Mensa essen würden, wären das schon allein 7200 Essen“, sagt Klaus de Vries. Daher sei ein Rückgang von etwas mehr als 1000 Essen im Einzelverkauf an die Schüler wahrlich kein Beinbruch.

Ein Indiz dafür, dass die Mahlzeiten keinesfalls an Qualität und Geschmack eingebüßt haben, ist die Zahl der Erwachsenen, die im Laufe des Schuljahres Einzelmarken für das Mensa-Essen gekauft haben. Diese stieg nämlich von 1124 auf 1221. Also um fast 100 Mahlzeiten.

Schließlich arbeitet das Küchenteam nach wie vor unter der Leitung von Barbara Zahar und ihrer Stellvertreterin Brigitte Imka. Auch ihre Zahl ist seit Jahren gleich: Drei Küchen- und drei Spülhilfen haben alles im Griff. Obwohl es bei der Mensa der Gesamtschule Fröndenberg kein Vorbestellungs-System gibt wie in anderen Mensen. Im Gegenteil: Die Hungrigen können sogar bei den Beilagen die Menüs variieren, zum Beispiel statt Nudeln lieber Reis oder statt Blumenkohl lieber Pilze wählen. Dabei gibt es ohnehin eine große Auswahl zwischen zwei Menüs, einem vegetarischen Gericht und dem an der Salatbar frei zusammenstellbaren Salatteller.

„Beliebt ist aber vor allem der Schnitzeltag am Mittwoch“, weiß Sabine Dettmann. Auch die Thementage wie zur Fußball-Weltmeisterschaft oder mit landesspezifischen Speisen kommen immer gut an. „Wir sind froh, dass wir so ein super Küchenteam haben. Die sind gut aufeinander eingespielt“, lobt Dettmann, während die künftigen Fünftklässler und ihre Eltern mit ihren gut gefüllten Tellern Platz nehmen. Beim Probeessen hatten sie die Wahl zwischen Tandoori-Hähnchen, Köttbular oder der vegetarischen Polenta-Knusperschnitte. Nach den zufriedenen Gesichtern zu urteilen, könnte sich die Mensa auf viele neue Essensteilnehmer freuen.

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