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Dem Riesenbärenklau geht es an den Kragen: Am Ruhrufer in Langschede soll schon in der kommenden Woche die Mähmaschine Mulch aus der gefährlichen Pflanze machen. Es gibt auch eine konkrete Idee, wie die Staude nachhaltig kurz gehalten werden kann.

Fröndenberg

, 13.07.2018

Der Ärger über das auch Herkulesstaude genannte Gewächs kochte nach unserer Berichterstattung erneut hoch: „Es ist ein Ärgernis, wie es dort aussieht“, sagte Heidi Graf als eine von mehreren Anruferinnen. Sie wohne seit 28 Jahren in Langschede in dieser Zeit habe sich der Riesenbärenklau immer stärker ausgebreitet. Neben dem Verbrennungsrisiko beim Berühren der Pflanze leide auch das Bild am Ruhrtalradweg erheblich, denn die Stauden säumen mannshoch direkt das Ufer „Es wird immer vom schönsten Radweg gesprochen – aber man sieht die Ruhr kaum“, bedauert Heidi Graf. Nach einem Anruf unserer Zeitung bei der Bezirksregierung stellte sich heraus: Der Uferstreifen gehört dem Land. Informiert über den starken Wuchs der Staude machte sich am Freitag Alfred Volkmer vom Dezernat Wasserwirtschaft ein Bild von den Ausmaßen. Ein Streifen von rund 350 Metern, vor allem hinter der Ruhrkampfbahn des SV Langschede, ist nahezu lückenlos mit der Staude bewachsen. Der Betriebshof der Bezirksregierung in Lippstadt ist für die Gehölzpflege entlang der Ruhr zuständig. „Die neuralgischen Punkte haben wir im Griff“, stellt Alfred Volkmer klar. Das heiße: Unmittelbar entlang von Fuß- und Radwegen, wo der Kontakt mit der Pflanze droht, werde regelmäßig gemäht oder die ganze Pflanze mit der Wurzel entfernt. Am Ruhrtalradweg mäht auch die Stadt Fröndenberg zweimal im Jahr. „Zwei Meter links und rechts des Weges“, erläutert Detlef Penzek vom Grünflächenamt. Mehr sei aufgrund der personellen Kapazitäten nicht möglich. Auch wenn sogar die Stadt Schwerte, die einen Pool von ehrenamtlichen Grünpflegern hat, regelmäßig darum bitte, in Fröndenberg auch das Ruhrufer zu mähen, damit die Samen der Pflanze nicht flussabwärts treiben. Der Betriebshof der Bezirksregierung kann jedoch tätig werden: Erhalte man Hinweise auf den Riesenbärenklau, prüfe man die Situation vor Ort. Alfred Volkmer weist allerdings auch darauf hin, dass das Ruhrufer wie etwa auch der Wald grundsätzlich frei zugänglich zu halten sei. „Jeder haftet für sich selbst – das wollen wir aber nicht.“ Deshalb soll vermutlich schon in der kommenden Woche, wie überall an der Ruhr zwischen Neheim und Witten, der Riesenbärenklau entfernt werden. Man werde wegen der Größe der Pflanzen maschinell vorgehen müssen. Das Gewächs treibe dann wieder neu aus – und alles geht von vorn los. Es gebe aber eine nachhaltige Lösung: „Mit dauerhafter Beweidung bekommt man es weg“, weiß Volkmer. Schafe und Rinder fressen die Pflanze bis zur Grasnarbe herunter. Landwirt Friedrich Westhelle, der die angrenzenden Ackerflächen vom Land gepachtet hat, will jetzt Kontakt zu Schäfern aufnehmen. „Es geht nur, wenn wir alle zusammenarbeiten, um die Ausbreitung des Riesenbärenklaus zu verhindern“, sagt der Altendorfer.

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