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Auf dem Gelände der Senioreneinrichtung Schmallenbach-Haus entsteht in den kommenden Monaten ein Kindergarten. Mit dem Abriss der Verbindung zwischen Haus I und II starten die Arbeiten.

Fröndenberg

, 08.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Mit Blick auf das Mammut-Projekt, das vor ihm liegt, mischen sich bei Schmallenbach-Haus-Geschäftsführer Heinz Fleck Vorfreude und gesunder Respekt. Er will seine Sache richtig machen. Denn mit „denen da oben“, möchte er keinen Ärger bekommen.

„Was würde wohl Schwester Hubertia davon halten?“
Heinz Fleck, Geschäftsführer des Schmallenbach-Hauses

Er meint unter anderem seine Vorgänger, die ebenfalls viel Engagement und Mühe in die Senioreneinrichtung gesteckt haben. So gut wie alles abreißen und vollständig neu bauen: „Was würde wohl Schwester Hubertia davon halten?“, fragt Fleck, der seit 2007 Geschäftsführer ist, und schaut dabei leicht nach oben. Sie war die gute Seele des Hauses und ist 2010 im Alter von 77 Jahren verstorben.

Campus kostet rund 25 Millionen Euro

Rund 25,5 Millionen könnte der Mehrgenerationencampus auf dem Hirschberg am Ende kosten, der erste Schritt, der Neubau der Kita St. Marien, schlägt bereits mit 2,3 Millionen Euro zu Buche. Mit einer Million Euro rechnet Fleck allein für den Abriss des heutigen Hauses I - „davon bauen andere mehrere Häuser“, sagt er, um die Dimensionen des Vorhabens deutlich zu machen.

Neubau Kita St. Marien: Erste Schritte zum Mammut-Projekt auf dem Hirschberg

Das Gelände wird für den Start des Kita-Baus am Schmallenbach-Haus auf dem Hirschberg vorbereitet. Der Verbindungsgang zu Haus II muss abgerissen werden. © Marcel Drawe

In diesen Tagen zeigt sich auf dem Hirschberg, dass nicht nur große Pläne geschmiedet wurden, sondern auch Taten folgen. Begonnen wird mit dem, was am dringlichsten ist: dem Neubau des Kindergartens St. Marien. Dessen alter Bau war marode geworden. Seit mehreren Jahren reifen die Pläne, neu zu bauen. Die Suche nach einem geeigneten Grundstück gestaltete sich allerdings langwierig und kompliziert. Diskutiert wurden der Karl-Wildschütz-Parkplatz, eine Wiese im historischen Stiftsviertel und das Wäldchen am Hirschberg.

Mehrere Generationen treffen sich auf dem Hirschberg

Mit den Plänen, direkt am Schmallenbach-Haus zu bauen und auf dem Hirschberg so mehrere Generationen zusammenzubringen, gelang Heinz Fleck schließlich der Durchbruch. Doch dafür muss jetzt - wie noch so oft in nächster Zeit - Altes für Neues weichen. Nachdem die Vogelvoliere bereits im vergangenen Jahr umgezogen war, wird in diesen Tagen der Verbindungsgang zwischen Haus I und Haus II abgerissen. Denn er verläuft mitten durch das Gelände, auf dem der Kindergarten entstehen soll.

Neubau Kita St. Marien: Erste Schritte zum Mammut-Projekt auf dem Hirschberg

Nur noch wenige Tage werden Senioren durch dieses Verbindungsstück laufen. Bald wird hier der Bau der Kita starten. © Marcel Drawe

1999 wurde der Gang zwischen den beiden Häusern gebaut: Er ist sozusagen das jüngste Bauelement auf dem Hirschberg. Und das erste, das nun wieder verschwindet. „Das tut natürlich weh“, sagt Fleck. Aber: „Hier entsteht ja etwas für die Zukunft.“ Weg vom Krankenhauscharakter, hin zum Quartierscharakter soll sich die Einrichtung in den kommenden Jahren neu erfinden.

Vorbereitungen für den Abriss laufen

Am Freitag liefen die Vorbereitungen für den Abriss des Verbindungsgangs am Montag, 18. Januar. Sonntag gehen die Bewohner noch durch den Gang zum Essen ins Haus I, montags wird er schon weg sein, kündigt Fleck an. Nur ein kleines Stück bleibe vorerst erhalten. In der kommenden Woche muss deshalb der neue seitliche Eingang fertig werden, der auch für die Anlieferung wichtig ist.

Neubau Kita St. Marien: Erste Schritte zum Mammut-Projekt auf dem Hirschberg

Für den neuen Seiteneingang des Schmalllenbach-Hauses musste eine tragende Wand hochgezogen werden. Links davon wird der Flur bald geschlossen. © Marcel Drawe

Der erste Spatenstich sei für April geplant, ist der Geschäftsführer optimistisch, dass bald mit dem Bau der Kita begonnen werden kann. Nach der Antragsphase soll sich nun nicht auch noch die Bauphase verzögern. Ebenso realistisch scheint die Fertigstellung des Kindergartens in diesem Jahr.

Spätestens Anfang März 2020 können die Kinder voraussichtlich ihr neues Domizil beziehen. Das bietet im Übrigen mehr Platz als der alte Kindergarten: Vier Gruppen für insgesamt 70 bis 80 Kinder können auf den Hirschberg ziehen. Aktuell hat die Kita St. Marien zwei Gruppen mit 40 bis 50 Kindern.

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