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Gutachter hält Standort Bahnhofstraße geeignet für eine neue Feuerwehrzentrale

dzNeubau-Planung

Kopfschütteln löst die Diskussion über die Feuerwehr-Standorte bei FWG-Fraktionschef Matthias Büscher aus. Der Feuerwehrmann bezweifelt, dass an der Bahnhofstraße Hilfsfristen eingehalten werden können.

Fröndenberg

, 25.04.2019 / Lesedauer: 3 min

„Der von der Verwaltung favorisierte neue Standort am jetzigen Rathausplatz ist eine gefährliche Entscheidung, die wir definitiv nicht mittragen“, sagt FWG-Fraktionschef Matthias Büscher mit Blick auf die Diskussion um den Rathausneubau und Verlegung des Feuerwehrgerätehauses Mitte an die Bahnhofstraße. Büscher betont, dass die Feuerwehr die künftigen Entwicklungen nicht blockiert, sondern im Gegenteil bei allen Sitzungen des Feuerwehrbeirates genau die richtigen Dinge fordere. Aber: „Ich habe schon einmal ausgeführt - und sage dies noch einmal deutlich: Wenn der Standort an die Bahnhofstraße verlegt wird, kann die Hilfsfrist nicht eingehalten werden.“

Gutachter hält Standort an Bahnhofstraße für geeignet

So die Meinung des FWG-Fraktionschefs, die allerdings der Gutachter der Stadt nicht teilt. „Der Gutachter hat den Standort Bahnhofstraße bereits als geeignet eingeschätzt“, sagt Beigeordneter Günter Freck. Bekanntlich greift für ihn auch das Wohnort-Argument der Feuerwehrleute nicht. „Die Standortwahl orientiert sich an den Hilfsfristen des Gebietes, das zu versorgen ist“, sagt Freck. Sprich: Einsatzort vor Wohnort.

Ärger über Lindstedt-Äußerung

Matthias Büscher ärgert sich aber auch über die Äußerung von Ursula Lindstedt, die gesagt hatte: „Viele erleben den neuen Feuerwehrstandort nicht mehr.“ Ob Lindstedt Verbindungen „nach ganz oben“ habe, fragt sich Büscher. Und verweist darauf, dass Wehrleiter Jörg Sommer noch acht Jahre bei der Feuerwehr freiwilligen Dienst leisten könne. Büscher fordert daher eine Entschuldigung von Lindstedt. Diese gibt auf Anfrage zu verstehen, dass sich ihre Äußerung auf Fachbereichsleiter Christoph Börger und den Wehrleiter bezogen habe, da beide 61 Jahre alt seien und den Neubau vermutlich in ihren Funktionen als Fachbereichsleiter und Wehrleiter nicht mehr erleben werden.

Zeitliche Perspektive ist noch gar nicht absehbar

Derweil ist eine zeitliche Umsetzung der Neubau-Pläne noch gar nicht abzusehen. Zunächst muss die Machbarkeitsstudie für das Feuerwehrhaus am Harthaer Platz zeigen, ob sich der Standort zum Feuerwehrzentrum für die Stadtmitte ausbauen lässt. „Geht das, könnte der Neubau relativ zügig umgesetzt werden“, sagt Günter Freck. Kommt der Standort aber nicht in Frage, dann könnte das Ganze natürlich länger dauern, da dann auch die Frage nach dem Rathaus-Neubau am Karl-Wildschütz-Platz beantwortet werden müsste. Denn bekanntlich würde das neue Feuerwehrzentrum an der Stelle des jetzigen Rathauses entstehen, wenn der Harthaer Platz nicht in Frage kommt.

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