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Gisela Scheugenpflug nimmt Abschied vom Ferienspaß

dzEngagement für Kunst

Mit dem Acryl-Workshop im Treffpunkt Windmühle geht auch die letzte Ferienspaß-Aktion der Fröndenberger Künstlerin Gisela Scheugenpflug zu Ende. Ein letztes Mal hat sie den Kleinen Farbenlehre beigebracht.

Fröndenberg

, 04.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Es ist schade, dass alles so schnell vorbeigeht“, sagt Gisela Scheugenpflug. Sie sitzt vor den stolzen Kindern und ihren Eltern, die in dieser Woche am Malkurs im Rahmen des Kinderferienspaß-Programms teilgenommen haben. Doch die Fröndenberger Künstlerin meint damit gar nicht die fünf Tage mit den Nachwuchsmalern im Treffpunkt Windmühle. Sondern ihre eigene Laufbahn, als Frau, die Kindern das Malen näher bringen möchte. Ihr Engagement in der Overbergschule hatte sie schon im vergangenen Jahr beendet. Aus gesundheitlichen Gründen wurde es einfach zu viel. Nun verkündete sie, dass sie diesen Sommer auch beim Ferienspaß und Kulturrucksack zum letzten Mal dabei ist.

Kein Autofahren mehr

Malen kann sie noch. Und die Arbeit mit den Kindern, bei der sie auch mal strenge Lehrerin sein kann, macht ihr immer noch Spaß. Der Grund ist ein anderer: Mit 85 möchte die Fröndenbergerin auf ihre Kinder hören und das Auto zukünftig stehen lassen. Dann werde es ihr zu schwer fallen, die Kunstmaterialien in den Treffpunkt, oder an andere Orte zu bringen. „Mit 85 darf man ja auch in Rente gehen“, scherzte sie zur Vernissage der Acylbilder. Sie erntete Lächeln und Zustimmung.

Gisela Scheugenpflug legt Wert darauf, dass die Kinder nicht einfach nur etwas malen. Sie sollen aus ihren Kursen auch etwas mitnehmen. Zum Beispiel ein Verständnis davon, was Farbe ist. Oder aber etwas kunstgeschichtliches Wissen, indem die Kinder Größen wie Hundertwasser und Joan Miró nacheifern.

Beim Malen mit Acrylfarbe hatten sich die Kleinen zunächst mit Farbenlehre beschäftigt. Sie lernten, dass es nur die drei Grundfarben, Rot, Gelb, und Blau gibt und dass sich alle anderen Farben daraus mischen lassen. Außerdem lernten die Kinder, wie sie mithilfe von Weiß, das im Übrigen keine Farbe ist, noch weitere Nuancen auf ihre Farbpalette zaubern können.

Nicht aus der Tube

So gab es in den Bildern, die die Kinder am Freitag ihren Eltern zeigten, Pastelltöne wie Hellblau und zartes Rosa, bei denen auf den ersten Blick wohl keiner gedacht hätte, dass sie so gemischt wurden und nicht aus der Farbtube stammen.

Zehn Kinder im Alter von sieben bis 14 haben sich diesmal im Umgang mit Acrylfarbe geübt. Die meisten seien zehn bis elf Jahre alt gewesen. Ein Alter, mit dem sie schon gut arbeiten könne, so Scheugenpflug. Ihre ersten Mischversuche machten die Kinder auf Papier. Später zeichneten sie sogenannte Chaoslinien, die dann Felder abgrenzten, die anschließend ausgemalt wurden. Erst nachdem alle einen Entwurf gezeichnet hatten, mit dem Gisela Scheugenpflug zufrieden war, durften die Kinder ihr Können auf Leinwand unter Beweis stellen.

In der kommenden Woche geht es in der Windmühle auch schon künstlerisch weiter: Bisher haben nur zwei Kinder Interesse gezeigt, beim Kulturrucksack an den Brückenbildern, von denen einige bereits das Geländer der Ruhrbrücke zieren, weiter zu malen.

Zwei weitere Werke im Stile von Joan Miró sollen entstehen.

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