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Fröndenberger „sammelt“ gern Schusswaffen

dzProzess am Landgericht

Zwei Schusswaffen und Munition hatte ein Fröndenberger im Gepäck, als er sich Anfang 2017 in Iserlohn aufhielt. Das brachte ihn nun vor das Hagener Landgericht. Dort saß er allerdings nicht allein auf der Anklagebank.

von Sylvia Mönnig

Fröndenberg

, 01.08.2018 / Lesedauer: 2 min

An dem Mittag im Januar vergangenen Jahres fuhr ein Streifenwagen an einem Parkplatz in Iserlohn vorbei, der als Umschlagplatz für Drogen bekannt war. Die Beamten sahen genau hin, entdeckten drei Männer, die sich dann in eine Nische verzogen. Der richtige Moment für eine Kontrolle: In der Tasche eines jungen Neuenraders stießen sie auf ein Ein-Hand-Messer und neben ihm auf einem Fahrradsattel lag der Schlüssel für einen VW Golf. Die Durchsuchung bestätigte den Verdacht: Unter dem Beifahrersitz fanden sie rund 300 Gramm Amphetamin und auf dem Rücksitz einen Rucksack mit einer scharfen Schusswaffe, einer Schreckschusspistole und Munition.

Von Drogen im Auto will der Fröndenberger dagegen nichts gewusst haben

Relativ schnell räumte der 30-jährige Fröndenberger bei der Polizei ein, dass ihm Waffen und Munition gehörten. Von den Drogen habe er nichts gewusst. Die wurden dann auch einem seiner Begleiter zugeordnet – ein 29-jähriger Neuenrader. Während dem Fröndenberger ein Verstoß gegen das Waffengesetz zur Last gelegt wurde, warf man dem Neuenrader bewaffneten Drogenhandel vor, da er das Messer hatte. Im Fall der Verurteilung drohten mindestens fünf Jahre Haft.

Den Besitz von Schusswaffen und Munition begründet er mit seiner Sammelleidenschaft

Jetzt begann der Prozess gegen die beiden Männer vor der 9. Strafkammer des Hagener Landgerichts. Der Fröndenberger gab erneut zu, dass Waffen und Munition sein Eigentum waren und begründete das mit einer Sammelleidenschaft. Der Mitangeklagte schwieg – und das letztlich mit Erfolg. Ihm konnte nicht mit der nötigen Sicherheit nachgewiesen werden, dass die Drogen von ihm stammten und er sie verkaufen wollte. Er wurde schließlich wegen einer Ordnungswidrigkeit, das Führen des Messers, zu 1000 Euro Geldbuße verurteilt. Für den Fröndenberger endeten das Führen der beiden Waffen und der Besitz der Munition mit zehn Monaten Haft auf Bewährung und 200 Sozialstunden.

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