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Fröndenberger greift Kehrmaschinenfahrer an

Vor Gericht

Im Zwist um einen Parkverstoß geriet ein Fröndenberger offenbar derart in Rage, dass er den Fahrer einer Kehrmaschine angriff. Vor dem Unnaer Amtsgericht bestritt der 56-Jährige das nun vehement.

Fröndenberg

26.07.2018 / Lesedauer: 2 min
Fröndenberger greift Kehrmaschinenfahrer an

Den Fahrer eines solchen Kehrfahrzeugs hatte der Angeklagte auf dem Fröndenberger Marktplatz attackiert. © Hornung

Exakt heute vor einem Jahr war Markt in Fröndenberg. Das hieß für Autofahrer, dass sie die vier dort verfügbaren Parkplätze erst wieder ab 14 Uhr nutzen durften. Der 56-Jährige, der einen älteren Angehörigen genau um diese Uhrzeit abholen wollte, war eine Viertelstunde zu früh, stellte sein Auto trotzdem dort ab. Ein Mitarbeiter der Stadt wies ihn darauf hin, dass er da erst in 15 Minuten stehen dürfe. Er blieb. Der Fahrer der Kehrmaschine kam ins Spiel. Er informierte eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes, die ihn bat, Fotos von dem Auto des späteren Angeklagten und von einem weiteren Pkw zu machen. Als der das tat, so der Vorwurf, verfolgte ihn der Fröndenberger, ließ ihn zunächst nicht wieder in die Kehrmaschine einsteigen und schlug dann, als der Mann halb im Fahrzeug saß, die Tür zu, die gegen einen Arm und ein Bein schlug.

„Ich bin mir keiner Schuld bewusst“, betonte der 56-Jährige jetzt vor Gericht. Tatsächlich habe er dort gestanden und sei auch geblieben, weil er in dem Moment Niemanden behindert habe. Ansonsten hätte er seinen Wagen sofort weggefahren. Auch habe ihn der Andere ignoriert, habe ihm nicht gesagt, warum er Fotos gemacht habe. Und keinesfalls habe er die Tür zugeschlagen. „Ich habe den Mann weder angefasst noch geschlagen. Ich habe ihn nur daran gehindert, die Tür zu öffnen. Ich fand es ganz legitim, zu fragen, was das soll.“ Zudem: Warum habe danach nur er ein Knöllchen erhalten und die Fahrerin des anderen Pkw nicht?

Eine Einlassung, die seine Ehefrau bestätigte – soweit es ihre Erinnerung zuließ. Indes wiederholte der Fahrer der Kehrmaschine den Vorwurf – nach Auffassung des Gerichts schlüssig und ohne Belastungstendenz. Für den Fröndenberger mit leerem Strafregister endete der Prozess daraufhin mit 300 Euro Geldstrafe. Er kündigte Rechtsmittel an: „Ich werde mich selbstverständlich gegen das Urteil wehren.“

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