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Fröndenberger Sommerleseclub will Leselust fördern

In der Stadtbücherei

Der Sommerleseclub ist seit 2005 eine beliebte Aktion für Schülerinnen und Schüler. In der Stadtbücherei können Kinder und Jugendliche aus mehr als 300 Büchern auswählen. Lehrer der Grundschulen erklären, wie wichtig der Lernort ist.

Fröndenberg

, 27.06.2018 / Lesedauer: 3 min
Fröndenberger Sommerleseclub will Leselust fördern

Freuen sich wieder auf viele lesefreudige Schülerinnen und Schüler: Manuela Schwittay von der Stadtbücherei (l.) und Kulturamtsleiterin Mechthild Wittmann haben den Sommerleseclub 2018 vorbereitet. Los geht es am 3. Juli.drawe © Marcel Drawe

In den letzten Jahren pendelte sich die Zahl der Nachwuchsleser im Sommerleseclub stets bei einer Zahl über 100 ein. „Wir sind stolz darauf, dass wir die Teilnahmezahlen halten konnten“, sagt Mechthild Wittmann. Die Kulturamtsleiterin hat wieder gemeinsam mit Manuela Schwittay von der Stadtbücherei die beliebte Ferienaktion für Schülerinnen und Schüler organisiert.

Es gibt Kinder, die stehen schon früh am Auftakttag in der Stadtbücherei und holen die ersten Bücher und ihr Leselogbuch ab, nicht wenige Schüler lesen in den acht Wochen ein Dutzend Bücher und mehr. Begeistert sind besonders Siebenjährige aus der zweiten Klasse. „Wir können jetzt lesen, sagen die – und wollen unbedingt mitmachen“, weiß Manuela Schwittay. Die Mitarbeiterin der Stadtbücherei achtet stets darauf, dass es die Kinder selbst sind, die Bücher ausleihen. Als Fachfrau kann sie dann auch Kinder beraten, die oft noch gar nicht wissen, was sie lesen wollen.

Brücke in die Bücherei wird geschlagen

Dass besonders die Zahl jüngerer Büchereibesucher bis zehn Jahre stabil ist, hat kürzlich eine Erhebung der Verwaltung gezeigt. Ältere Kinder und Jugendliche finden jedoch zunehmend seltener den Weg an den Marktplatz, um Bücher auszuleihen. Die Debatte über die Zukunft der Stadtbücherei ist spätestens mit dem Bekanntwerden dieser Entwicklung entbrannt.

Der Sommerleseclub ist ein Paradebeispiel dafür, wie eine Brücke von Schule und Stadtbücherei gelingen kann. „So führt man Kinder an eine Bücherei heran“, sagt Manuela Schwittay. Wie wichtig das Lesen für die Entwicklung von Kindern ist, wissen die Grundschulen. So kann die Overbergschule dank ihres Fördervereins zwar eine eigene Schülerbibliothek mit nicht weniger als 1200 Büchern ihr Eigen nennen.

Schulbibliothek ergänzt das Angebot der Stadtbücherei

Dennoch sieht Schulleiter Jürgen Haverkamp die zweimal in der Woche mögliche Ausleihe dort nur als Ergänzung und nicht als Konkurrenz an. „Eine Stadtbücherei hat als Lernort viel mehr Möglichkeiten“, findet Haverkamp.

Die Diskussion über die Zukunft der Stadtbücherei hat er verfolgt und spricht sich im Sinne der Leseförderung dafür aus, gut zu überlegen, wo ein guter Standort für die Stadtbücherei sein kann. Haverkamp: „Die Lesezeit der Kinder zu fördern, ist eine grundlegende Aufgabe der Gesellschaft, also auch der Stadt.

Ähnlich sieht das seine Kollegin Silke Lakrabi von der Gemeinschaftsgrundschule. Auch dort werden die Kinder trotz der eigenen Schülerbibliothek animiert, die Stadtbücherei zu besuchen. „Das ist doch etwas ganz anderes, wenn man ‚runter zum Markt geht“, weiß auch Lakrabi, dass Lese- und Lernlust sehr viel mit der besonderen Umgebung oder dem schönen Ort zu tun hat.

„Eine Stadtbücherei halte ich daher für wichtig, um Kinder zum Lesen zu motivieren“, sagt Silke Lakrabi. Warum nicht eine Stadtbücherei auch als Anlaufstelle am Nachmittag, um Hausaufgaben zu machen oder für ein Referat zu recherchieren? Dem stimmt Lakrabi zu. „Gerade auch mit Blick auf die Neuen Medien halte ich die Stadtbücherei als Lernort für eine gute Sache.“

Auch Sandra Steinke, Lehrerin an der Sonnenbergschule hält es für wichtig, „dass Kinder die Atmosphäre in einer Stadtbücherei kennenlernen.“ Auch in Langschede können die Kinder immer freitags in der von den Eltern geführten Schulbücherei ihre Schmöker bekommen. Die Besuche der Klassen am Markt gehören aber zum Schulprogramm. „Die sollen künftig auch noch regelmäßiger stattfinden.“

Manuela Schwittay erlebt es seit 2005 in jedem Jahr: „Das Erfreuliche ist, dass es immer Kinder gibt, die nach dem Sommerleseclub in der Stadtbücherei hängen bleiben.“ Und da wäre es sicherlich schön, wenn der Lesesommer auch 2019 wiederkommt.

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