Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Fröndenberger Schüler laufen gegen den Hunger

Sponsorenlauf

Menschen im Nordirak wollen sie unterstützen – und dafür liefen sie Runde um Runde. Statt Unterricht stand für die Kinder an der Gemeinschaftsgrundschule ein Sponsorenlauf auf dem Stundenplan. Bei den Lehrern gab es einen läuferischen Spitzenreiter.

Fröndenberg

29.06.2018 / Lesedauer: 3 min
Fröndenberger Schüler laufen gegen den Hunger

Am frühen Morgen starteten bereits die Zweitklässler auf ihre Runden. Für den guten Zweck liefen 239 Kinder an der Gemeinschaftsgrundschule.hennes © UDO HENNES

Was es heißt, wenn Menschen ihre Heimat verlassen müssen, wissen die Grundschüler der Gemeinschaftsschule gut. Unter ihnen sind Kinder, deren Familien geflohen sind. „Die Kinder sind daher sehr für das Thema sensibilisiert“, sagt Lehrerin Ronja Treffon.

Als in der vergangenen Woche ein Mitarbeiter der Institution „Aktion gegen den Hunger“ an der Schule zu Gast war und einen Film über die Flüchtlinge und deren Unterbringung im Nordirak zeigte, hörten die Kinder interessiert zu. „Wir waren vorgewarnt worden, dass auch die Flüchtlingskinder selbst eventuell Reaktionen zeigen könnten, aber die blieben ganz ruhig“, schildert Ronja Treffon.

Doch an einer Stelle zeigte die Vorbereitung der 239 Kinder an der Schule Wirkung: Beim Spendenlauf am Freitag legten sie sich mächtig ins Zeug, denn schließlich sollen mit dem Erlös die Menschen im Nordirak unterstützt werden.

„Die Kinder geben alles“, beobachten die Sportlehrer mit leuchtenden Augen. „Da legen sich manche mehr ins Zeug als bei den Bundesjugendspielen“, bewertete sie schmunzelnd. Denn tatsächlich ging jeder an seine Grenzen und versuchte, soweit zu kommen, wie es nur eben ging. „In der ersten Klasse ist ein Mädchen, das ist fast blind. Aber auch die ist ihre Runden gelaufen“, freute sich Ronja Treffon.

Im Vorfeld hatten sich die Schülerinnen und Schüler Spendenpaten gesucht, die jede gelaufene Runde mit einer beliebigen Summe honorierten. Die Erstklässler hatten dann zwölf Minuten Zeit, die älteren Schülerinnen und Schüler 20 Minuten. „Am Ende der Zeit wird dann gezählt, wie viele Runden gelaufen wurden.“

Schnell überboten sich die Schülerinnen und Schüler mit Bestmarken und feuerten sich gegenseitig an. „Die Stimmung war toll“, bilanzierte Ronja Treffon. 23 Runden bei den Kindern waren bis zum Schluss der Spitzenwert – und das, wo eine Runde rund 200 Meter maß. Rund 4,6 Kilometer in 20 Minuten, da wurde ein zügiges Tempo vorgelegt.

Doch nicht nur die Schüler, sondern auch alle Lehrer liefen mit. „Ich bin aber mein eigener Sponsor“, gaben die lachend zu. Und sie sprangen oft auch ein, wenn ein Kind partout keine Spendenpaten gefunden hatten. Auch bei den Lehrern war läuferisch ein Spitzenreiter dabei: Die meisten Runden, nämlich 13, wurden dabei in den zwölf Minuten gemeinsam mit den Erstklässlern erlaufen.

Damit die jungen Sportler bei Kräften blieben, hatten sich auch etliche Eltern eingefunden: Sie füllten Trinkbecher und schnippelten Obst, Lebensmittel, die der Förderverein Toni Tinte zur Verfügung gestellt hatte. Das war wichtig, denn bei den Temperaturen gab es etliche Trinkpausen.

Lesen Sie jetzt