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Fröndenberger Jusos beklagen Ideenklau

dzFörderung für Jugendarbeit

Auch wenn das Ergebnis stimmt, bleibt ein Beigeschmack: Laut Sebastian Kratzel stammt der Antrag für den Zuschuss ans Netzwerk Jugendarbeit von ihm.

Fröndenberg

, 05.07.2018 / Lesedauer: 3 min

Für Unmut sorgt bei den Fröndenberger Jusos die Einigung auf einen künftigen Festbetrag für die Jugendarbeit in Fröndenberg. Wie berichtet hatte ein Runder Tisch einen Etatposten von 8000 Euro als zusätzliche freiwillige Ausgabe der Stadt Fröndenberg mit der Kämmerei ausgehandelt. Zu dem Runden Tisch, der zweimal, im Mai und im Juni, tagte, hatte CDU-Fraktionsvorsitzender Gerd Greczka eingeladen.

Sebastian Kratzel beklagt nun, dass die Idee, in Zukunft einen Etatposten für das Netzwerk Jugendarbeit Fröndenberg aufzustellen, von den Jusos in die politische Debatte eingebracht worden sei. Ende Januar hatte der damalige Fröndenberger Juso-Vorsitzende einen entsprechenden Bürgerantrag bei Bürgermeister Rebbe eingereicht.

Jugendnetzwerk fördern

Gerd Greczka sagt dazu, dass in der Vergangenheit mehrfach Anträge zu einer Jugendförderung, unter anderem auch von der Jungen Union, gestellt worden seien. Der Antrag der Jusos sei insofern lediglich „der letzte Antrag“ in dieser Reihe. Kratzel betont hingegen im Gespräch mit der Redaktion, dass zuvor lediglich Zuschüsse für die Jugendeinrichtungen der „Offenen Tür“ gewährt worden waren.

Erstmals hätten die Jusos aber das Jugendnetzwerk, dem die Jugendabteilungen sämtlicher Fröndenberger Organisationen, also auch etwa der Pfadfinder, des DRK oder der DLRG angehören, mit ihrem Antrag unterstützen wollen. Kratzel: „Endlich sollen alle partizipieren und nicht nur bestimmte Gruppen.“

Die künftigen Bedingungen für eine Förderung, nämlich projektbezogen mindestens im Zweiverbund Anträge zu stellen, hätten die Jusos fast wortgleich vorgeschlagen.

Das Ergebnis, dem Netzwerk künftig 8000 Euro als feste Größe im städtischen Haushalt zur Verfügung zu stellen, befürworte er. Er frage sich aber, warum der CDU-Fraktionschef die Juso-Forderung von 6000 Euro als quasi aus der Luft gegriffen bezeichnet habe. „Jetzt ist es einfach nur mehr – das ist immer besser“, so Kratzel. Besonders verärgert sei er, dass er als Antragsteller zunächst nicht zu dem Runden Tisch eingeladen worden sei. „Das ist eine Dreistigkeit, uns als Initiatoren nicht einzuladen – das wäre eine Selbstverständlichkeit gewesen“, beklagt Kratzel. Erst über die SPD-Kreistagsabgeordnete Ursula Lindstedt sei er nachträglich hinzugezogen worden. Es sei „sinnvoll, den letzten Antragsteller einzuladen“, habe Lindstedt angemerkt, sagt dazu Gerd Greczka.

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