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Fehlende Kommunikation setzt ein dickes Fragezeichen hinter Zukunft der Rennradausstellung

dzStadt ist überrascht

Das letzte Wort über die Rennradausstellung von Andreas Grünewald soll noch nicht gesprochen sein. Bürgermeister Rebbe deutet an, dass die Stadt bei der Lösungssuche für die Präsentation der Sammlung helfen wolle.

Fröndenberg

, 15.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Überrascht seien sie von den verklebten Schaufenstern vor der Rennradausstellung gewesen, sagen unisono Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe und Eckhard Overbeck vom ADFC Fröndenberg bei der Vorstellung des Programms zum Stadtradeln 2019. Das Begleitprogramm sieht nämlich am 3. Juni auch eine Führung durch die „Fröndenberger Rennradausstellung am Weltfahrradtag“ vor. Der Termin solle in jedem Fall gehalten werden, die Frage ist nur, ob bis dahin auch die Sammlung wieder öffentlich zugänglich sein wird. „Ansonsten finden wir eine Alternative“, verspricht Rebbe.

ADFC fehlen immer noch Ehrenamtliche für die Ausstellungsbetreuung

Er bedauert, dass sich bisher weder der Vermieter noch der Besitzer der Räder, Andreas Grünewald, an die Verwaltung gewandt habe. „Bei uns hat sich keiner gemeldet“, sagt er. Als dann das Schaufenster am Markt plötzlich verhängt war, sei man aus allen Wolken gefallen. Auch Overbeck beteuerte, nichts gewusst zu haben. Bisher sei man aber auch immer noch auf der Suche nach zusätzlichen Ehrenamtlichen, die für die Öffnung der Ausstellung garantieren könnten.

Termin zum Stadtradeln nicht mit Grünewald abgestimmt

Andreas Grünewald, der seine Sammlung zur Verfügung stellt, um sie in der Stadt Interessierten öffentlich zu zeigen, sieht als Grund für das Malheur ebenfalls Kommunikationsprobleme. Man habe mit ihm keinen Termin für das Stadtradel-Programm abgestimmt, sagte er zu unserer Redaktion. Er sei überrascht gewesen, als er von dem bereits gedruckt vorliegenden Programmflyer erfahren habe. Das Ehepaar Schulte-Ebbert, dem das Ladenlokal gehört, hatte ebenfalls mangelnde Kommunikation als Grund für die Verklebung der Schaufenster angegeben.

Antrag der CDU-Fraktion zur Trägerschaft schlummert

Grünewald wirft die Frage auf, warum über den Antrag der CDU-Fraktion, die Stadt möge die Trägerschaft für die Ausstellung übernehmen, im Rat bislang nicht abgestimmt würde. Werde dies getan, gebe es je nach Mehrheit auch einen politischen Auftrag – oder eben nicht. CDU-Ratsfrau Bettina Labs, die den Antrag einst gestellt hatte, kündigte am Mittwoch an, in der Ratssitzung am Abend noch einmal nachzuhaken, wie es mit der Ausstellung weitergeht. „Im Moment sieht es ja so aus, als ob das gestorben ist oder zumindest auf Eis liegt“, ärgert sich die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende. Sie befürchtet auch, dass das Ladenlokal bald nicht mehr zur Verfügung steht, wenn es jetzt massiv beworben wird.

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