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Die Kinderbibelwoche in Frömern hat sich über Jahre zum Großereignis gemausert. Mehr als 170 Kinder sind in diesem Jahr dabei – längst nicht mehr nur aus dem Kirchspiel Frömern.

von Jennifer Freyth

Fröndenberg

, 15.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Im Gemeindehaus Frömern herrscht mächtig Trubel: In nahezu jedem Winkel wird gewirkt und gewerkelt, Kinderlachen erfüllt das gesamte Haus an der Brauerstraße: Kein Zweifel, es ist Kinderbibelwoche.

171 Mädchen und Jungen zwischen sechs und zwölf Jahren nehmen in diesem Jahr an der viertägigen Aktion teil, die unter dem Motto „Auf der Suche nach...“ steht.

Seit Dezember hat sich das siebenköpfige ehrenamtliche Organisationsteam darauf vorbereitet, von der ersten Idee bis zur letzten Probe so manches komplette Wochenende für den Nachwuchs geopfert, so manche Nachtschicht allein von Freitag bis Sonntag für letzte Vorbereitungen eingelegt. Unter anderem, um die Johanneskirche für das Großereignis herauszuputzen. Das Kirchenschiff zieren nun kunterbunte Girlanden ebenso wie mehrere Laken, auf denen hübsch in Szene gesetzt die Themen der „Kibiwo“ zu lesen sind: Glück, Freiheit, Fortschritt und Umwelt. „Das sind alles Themen, die den Kindern begegnen, aber mit denen sie nicht richtig was anfangen können“, sagt Jugendreferent Sebastian Richter.

Diese Themen sind auch Bestandteil des gemeinsamen Auftaktes an jedem Morgen, dem Tagesimpuls in der Johanneskirche mit Animation, Band und Theater. Genauer gesagt Menschenschattentheater, einem der Höhepunkte der Kinderbibelwoche. Eigens dafür ist die Bühne in diesem Jahr um einen Meter gewachsen. Die Ehrenamtlichen nutzen das Spiel mit dem Licht, um die vier Themen aufzugreifen, an denen die Kinder schließlich bis Donnerstag in den Gruppen weiterarbeiten – auf ganz unterschiedliche Weise.

Eine große Bühne für die Kinderbibelwoche

Im Mittelpunkt des morgendlichen Impulses in der Johanneskirche steht das Schattentheater. © Jörn Spiegelberg

So nehmen die Kinder der Umwelt-Gruppe zum Beispiel im Supermarkt die Verpackung von Lebensmitteln unter die Lupe, andere Mädchen und Jungen lernen hingegen ihre Freiheit zu schätzen – wenn sie beim Besuch der Polizeiwache in Unna kurzzeitig in einer Zelle Platz nehmen. Darüber hinaus kommt in den einzelnen Gruppen auch die Kreativität bei verschiedenen Bastelangeboten nicht zu kurz. Als kreatives Gemeinschaftsprojekt entsteht ein hölzerner Wegweiser – passend zum Thema „Auf der Suche“. „So wie der bunte Zaun oder die Vogelhäuschen im vergangenen Jahr wird das diesmal unser bleibendes Element sein“, sagt Sebastian Richter, der sich freut, dass handwerklich begabte Ehrenamtler die Truppe bei den Vorbereitungen dafür unterstützt haben.

In der Johanneskirche

Andacht für Erwachsene

Die Kinderbibelwoche ist Kindersache – beinhaltet aber auch Themen, die durchaus auch die Erwachsenen etwas angehen. Und so steht unter dem Motto „Auf der Suche nach ...“ eine Abend-Andacht zu den Themen der Kinderbibelwoche auf dem Programm. Und zwar am Dienstag, 16. April, um 19 Uhr in der Johanneskirche Frömern. Wie bei den Tagesimpulsen wird es auch hier ein Schattentheater geben, Musik von der KibiWo-Band sowie von Livingroom, der Projektband von Kenzedee-Sänger Holger Meinen.

Mit 171 Kindern aus ganz Fröndenberg, Menden und Unna liegen die Anmeldungen zur Kinderbibelwoche im Schnitt auf dem Niveau der Vorjahre. Wenngleich es keine Obergrenze gibt, war Sebastian Richter doch ein wenig erleichtert, dass die 190 Anmeldungen aus dem Vorjahr nicht übertroffen wurden. „Das war schon die Schmerzgrenze“, sagt Richter rückblickend. Und auch ein Grund, warum das vom Küchenteam selbst zubereitete Mittagessen in diesem Jahr abgeschafft wurde. Hungern müssen die Kinder aber freilich nicht. Von Brötchen über Rohkost bis hin zu süßen Leckereien in sämtlichen Variationen ist der Tisch nach wie vor mit etlichen Elternspenden reich gedeckt.

60 Ehrenamtliche packen bei der Kinderbibelwoche mit an

Insgesamt 60 Ehrenamtliche packen bei der Kinderbibelwoche an. Zum Gelingen tragen darüber hinaus viele weitere Menschen bei: Da sind etwa die Gruppen, die für den Nachwuchs Platz machen im Gemeindehaus. Oder das Presbyterium, das den Organisatoren freie Hand in der Kirche lässt. Oder auch die Firma, die seit Tagen einen Bulli zur Verfügung stellt. Eine finanzielle Erleichterung, schlägt die für die Teilnehmer kostenlose Kinderbibelwoche, die mit kirchlichen Fördermitteln, Mitteln aus dem Kinder- und Jugendförderplan NRW sowie Geldern der Stiftung „Andere Zeiten“ e.V. finanziert wird, doch inzwischen mit einem vierstelligen Betrag zu Buche.

Eine große Bühne für die Kinderbibelwoche

Die Kinderbibelwoche steht in diesem Jahr unter dem Motto „Auf der Suche nach...“. © Jörn Spiegelberg

Die Ergebnisse der vergangenen vier Tage sind übrigens am Donnerstag zu sehen. Das ist dann der Moment, wenn allmählich die Anspannung der vergangenen Tage und Wochen von den Ehrenamtlichen abfällt. „Wenn alle Kinder auf der Bühne stehen, die Mitarbeiter stolz wie Bolle sind und die Kirche so voll ist wie sonst nur an Heiligabend, das ist ein ganz besonderes Gefühl“, lächelt Sebastian Richter beim Gedanken daran – schließlich begleitet er die „Kibiwo“ schon seit etlichen Jahren.

Alle Ergebisse der Kinderbibelwoche sind am kommenden Donnerstag, 18. April, bei einem gemeinsamen Abschluss in der evangelischen Johanneskirche zu sehen. Los geht es um 12.15 Uhr.
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