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Der Titel bleibt in der Familie

dzSchützenfest in Fröndenberg-Mitte

Die Temperaturen so, dass auch das Bier schmeckt, ein Königstitel, der in der Familie bleibt, und ein Hofstaat, der trotz legerer Kleidung zu feiern versteht – besser hätte das Fest des BSV Fröndenberg nicht laufen können. Auch wenn die Meinungen zur neuen Route für den Festzug auseinandergehen.

Fröndenberg

, 08.07.2018 / Lesedauer: 3 min

Kaiser Udo Stawicki wird es gefreut haben. Als Silke Schröder am Freitagabend mit dem 177. Schuss den BSV-Vogel „Onkel Udo“ von der Stange holte, war klar: Die Majestätenwürde bleibt in der Familie. Denn Silke Schröder ist die Tochter von Udo Stawicki, der bisher mit seiner Enkelin Samira das Schützenvolk als Kaiser regierte. Und Prinzessin Samira ist wiederum Tochter von Silke Schröder, die ihren Ehemann Heiko Schröder in den Rang des Prinzgemahls erhob. „Es bleibt also alles in der Familie“, schmunzelte denn auch Ulrich Schmidt. Der BSV-Geschäftsführer ließ sich am Sonntag nach dem Festumzug das kühle Blonde munden und sinnierte: „Gutes Wetter haben wir ja oft, aber diesmal sind die Temperaturen auch so, dass das Bier noch schmeckt.“ Schließlich habe es schon Jahre gegeben, in denen wegen der Hitze mehr Wasser als Bier über den Tresen gegangen ist.

Diesmal jedoch ging es nicht nur feucht, sondern auch besonders fröhlich zur Sache. Schon das Vogelschießen am Freitagabend war äußerst gut besucht. Und auch die Ruhrufernacht, bei der die Band „Final Edition“ dem Schützenvolk bis tief in die Nacht einheizte, konnte über Besuchermangel nicht klagen. 300 bis 400 Feiernde machten bis zur Sperrstunde ujm 3 Uhr das Festzelt unsicher. Ein Vertrag mit der Stadt Fröndenberg, der für alle Schützenvereine der Stadt gilt, erlaubt den Schützen, an den Festsamstagen nämlich die ausgelassene Party bis 3 Uhr. Am Sonntag musste früher Schluss sein. 12 Uhr ist die offizielle Sperrstunde – auch wenn so mancher Feiernde noch gern weiter den Oldie-Coversongs der Band „Still at Life“ gelauscht hätte. Die Band war bereits zum dritten Mal mit von der Partie und lockte mit Hits aus den 60er bis 80er Jahren so manchen Schützen auf die Tanzfläche.

Zuvor hatte sich das neue Königspaar mit seinem Hofstaat, der diesmal in „Zivilkleidung“ antrat, beim Festzug bejubeln lassen – begleitet übrigens von dem Bezirksbeamten Wilhelm Hering. Die neue Route, die über die Graf-Adolf- und Bismarckstraße und nicht über die Alleestraße führte, sorgte derweil für unterschiedliche Resonanz. „Es gibt durchaus Stimmen, die das begrüßen, weil sie den Zug über die Alleestraße ohnehin für zu gefährlich halten“, sagte Ulrich Schmidt.

Mit der Oldie-Nacht am Sonntag ist der Festreigen keineswegs beendet. Am Festmontag dürfen sich die Fröndenberger noch auf den Frühschoppen und das Bürgerfrühstück freuen.

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