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B233: Bürger fordern modernen Blitzer für beide Richtungen

dzLärmbelästigung

Vielen Bürgerinnen und Bürgern an der Unnaer Straße ist es zu laut. Das wurde auch auf der Stadtteilkonferenz West immer wieder deutlich. Deshalb stellt die jetzt einen Antrag auf Geschwindigkeitsüberwachung.

Fröndenberg

, 26.04.2019 / Lesedauer: 2 min

20.000 Kraftfahrzeuge am Tag auf der B233, darunter zum Beispiel einige der 7300 Berufsauspendler, aber auch viele Fröndenberger, die zum Einkaufen oder zum Arztbesuch in die nächstgrößere Stadt fahren, belasten die Anwohner an der Verbindungsstraße zwischen Fröndenberg und Menden. So fasst es Dr. Andreas Hennemann in einem Schreiben an den Kreis Unna zusammen, mit dem er eine dauerhafte stationäre und moderne Geschwindigkeitsüberwachung für diese Straße beim Kreis beantragt.

Strickherdicke und Langschede sind betroffen

Im Wesentlichen seien die Stadtteile Strickherdicke und Langschede entlang der B233 von Lärmbelästigung betroffen. Der Verkehrsentwicklungsplan verzeichne durch die Erschließung des Gewerbegebiets Schürenfeld eine Zunahme um weitere 2100 Kraftfahrzeuge pro Tag, so der Leiter der Stadtteilkonferenz. Der zunehmende Verkehr vermindere die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger im Westen „in einem nicht unerheblichen Maß“.

Lärm beeinträchtige nicht nur das seelische und körperliche Wohlbefinden, sondern könne auch die Gesundheit gefährden und im schlimmsten Fall zu Hörschäden führen. Daneben sei Lärm aber auch ein subjektives Phänomen. So werde etwa ein Meeresrauschen von 60 bis 70 Dezibel kaum als störend empfunden, während die gleiche Lautstärke ausgehend von einer verkehrsreichen Straße oft schon zu einer deutlichen subjektiven Belastung führe.

Hauptverursacher ist der Straßenverkehr

Nach einer Untersuchung des Umweltbundesamtes sei der Hauptverursacher für Lärmbelästigung der Straßenverkehr. Im Straßenverkehr gehe die höchste Lärmbelästigung von schweren Lkw sowie großen Motorrädern (80 dB(A)) aus. Personenkraftwagen seien mit 74 dB(A) zwar leiser, dafür fahren hiervon westenlich mehr.

Der Lärmaktionsplan der Stadt Fröndenberg habe ergeben, dass 287 Anwohner der B233 von einer nächtlichen Belästigung von 55 dB(A) betroffen sind. „Neben der baulichen Gestaltung der Straßen und Häuser ist die zulässige und gefahrene Geschwindigkeit auf der B233 ein wichtiger Faktor zur Lärmreduzierung“, so Andreas Hennemann. Eine moderne stationäre Geschwindigkeitsüberwachung für beide Fahrtrichtungen könne helfen. Die Sensoren würden alle Fahrzeuge einschließlich Motorräder erfassen, was die alte Anlage nicht leisten könne.

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