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10.000 Euro Gage gibt‘s in Fröndenberg nicht

dzKabarett in der Kulturschmiede

Die Kulturschmiede wird wieder zur Bühne für Kabarettisten: Das Kulturamt der Stadt hat eine Riege aus bekannten und weniger bekannten Künstlern engagiert.

Fröndenberg

, 01.08.2018 / Lesedauer: 4 min

Das kann ja heiter werden: Die Kulturschmiede wird wieder zur Bühne für die Kabarettisten. Mit Kalle Pohl, Mirja Regensburg und Özgur Cebe kommen Komiker unterschiedlicher Generationen, Geschlechter und Genres. Die Mischung machts – und ist auch die Herausforderung in jedem Jahr bei der Auswahl durch Jacqueline Haza-Radlitz. Die Mitarbeiterin im Fachbereich Kultur der Stadt Fröndenberg verfolgt einerseits aufmerksam die Medien, um über die aktuell „gut laufenden“ Künstler informiert zu sein. Zum anderen hört sie auf Internetplattformen selbst in Programme herein, um einen Eindruck von vielleicht noch nicht TV-bekannten Comedians zu erhalten. Auch das Kultursekretariat Gütersloh, das die Kommunen beim Kulturangebot berät und unterstützt, macht Vorschläge.

Gagen von 10.000 Euro sind in Fröndenberg nicht möglich

Ist eine Auswahl von möglichen Künstlern getroffen, muss auch der finanzielle Aspekt stimmen: Einen Künstler, der für einen Abendauftritt 10.000 Euro verlangt, könnte die Stadt Fröndenberg nicht anheuern. Da heißt es also zu jonglieren und eine Mischkalkulation zu erreichen, sodass am Ende meist neben bekannten Gesichtern auch Newcomer die Bühne in Fröndenberg betreten. Geplant wird übrigens meist schon ein Jahr im Voraus, schließlich müssen die Terminkalender der Künstler für die von der Stadt in der zweiten Jahreshälfte geplanten Auftritte noch attraktive Zeiten hergeben.

120 von 160 Plätzen sind von Abonnenten bereits belegt

Wer sich für Kabarett interessiert sollte übrigens nicht lange überlegen: Von den 160 Sitzplätzen in der Kulturschmiede sind bereits 120 Plätze durch Abonnenten belegt. Pro Auftritt sind also nur 40 Karten im freien Verkauf.

Nicht nur im Fall von Kalle Pohl ist das gelungen: Der aus vielen TV-Formaten bekannte Entertainer kommt am Freitag, 7. September, mit „Zeitlos – Best of“ nach Fröndenberg. Das neue Programm von Kalle Pohl ist zwar ein „Best of“, was aber nicht bedeutet, dass es seine Abschiedstournee ist. Kalle plant seine Abschiedstournee, wie man das aus dem Showgeschäft kennt, für viele Jahre, aufgeteilt in Abschiedstournee, letzte Abschiedstournee, definitiv allerletzte Abschiedstournee, die ultimativ ultraletzte unwiderrufliche Abschiedstournee, die nun wirklich absolut … usw. Das Schöne bei einem Best of ist, dass es nur Highlights gibt, eine enorm komische Nummer nach der anderen, mit Hein Spack, Tante Mimi, Schangsongs zum Akkordeon, noch`n Gedicht, ohne Ende Gags. Und es gibt auch ein paar neue Sketche und Lachattacken.

Termin: Freitag, 7. September, 20 Uhr, Kulturschmiede, Ruhrstraße 12

Zum „Mädelsabend“ lädt Mirja Regensburg am Freitag, 5. Oktober, in die Kulturschmiede ein. In ihrem Programm zeigt Mirja die Verrücktheit des Lebens auf. Sie verzweifelt nicht oder scheitert, denn sie nimmt das Leben mit Humor. „Mirja aus Hümme“ – nach ihrer eigenen Radiocomedy bei Hit-Radio FFH – zeigt, wie man sich selbst am besten auf die Schippe nimmt und was man von Männern lernen kann. Egal ob Punkte in Flensburg, Punkte beim Essen oder Punkte beim Fußball – die vielseitige Künstlerin teilt ihre Erlebnisse mit dem Publikum und das ist zum Schreien komisch. Mirja macht vor keinem Thema halt: Eben wie bei einem richtigen Mädelsabend. Stand-Up-Comedy, Gesang und Improvisation: Die Besucher dürfen sich auf Geschichten, Gags, Gesang und gute Laune freuen.

Termin: Freitag, 5. Oktober, 20 Uhr, Kulturschmiede, Ruhrstraße 12

Letzter in der Trilogie ist Özgur Cebe, der am Freitag, 7. Dezember, in der Kulturschmiede zu Gast sein wird. 21. Jahrhundert. Stürmische Zeiten. Die Aufklärung sitzt. Oder nicht? Wir scheinen das Mittelalter überwunden zu haben, doch immer wieder erleben wir Rückfälle. Kaum glauben wir an die Evolutionstheorie, belehrt uns Erdogan eines besseren und verbannt Darwin aus den Schulbüchern. Nach der Bush Ära wähnten wir uns mit Obama in Sicherheit, doch dann kam Trump. Stürmische Zeiten. Doch die Frisur sitzt. Die Geschichte ist wie ein trockener Alkoholiker, der immer wieder Rückfälle erleidet. Galileo Galilei riskierte sein Leben weil er die Erde in Kugelform sah, doch heute wissen es die Verschwörungstheoretiker besser: die Erde ist eine Scheibe – und hohl. Ja, die Erde ist eine Calzone! Manchmal lässt die Geschichte uns verzweifeln. Doch ist Verzweiflung die Lösung?

Termin: Freitag, 7. Dezember, 20 Uhr, Kulturschmiede, Ruhrstraße 12

Karten kosten im Vorverkauf 18 Euro und an der Abendkasse 20 Euro. Vorverkaufsstelle ist unter anderem die Tourist-Info im Rathaus II. Tickets gibt es auch an allen Pro-Ticket angeschlossenen Verkaufsstellen.
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