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Tedi-Mitarbeiter streiken in Dortmund und solidarisieren sich mit Amazon-Mitarbeitern

Streik

Am Dortmunder Tedi-Lager streiken am Dienstag und Mittwoch Mitarbeiter der Tedi-Tochter DLG. Sie wollen nach Tarif bezahlt werden. Auch bei Amazon wird gestreikt – aber nicht in Dortmund.

Dortmund

, 16.04.2019 / Lesedauer: 3 min
Tedi-Mitarbeiter streiken in Dortmund und solidarisieren sich mit Amazon-Mitarbeitern

Mitarbeiter der Tedi-Tochter DLG streiken am Dienstag und Mittwoch. © Dieter Menne (Archivfoto)

Seit Dienstagmorgen (16. 4.) streiken Mitarbeiter des Tedi-Zentrallagers am Brackeler Hellweg in Dortmund. Nach einem Aufruf der Vereinten Dienstleistungsgesellschaft (Verdi) haben über 60 Mitarbeiter der Tedi-Tochter DLG Dortmunder Logistik Gesellschaft mbH die Arbeit niedergelegt.

300 DLG-Mitarbeiter arbeiten im Lager des Handelsunternehmens Tedi. Sie werden nicht nach dem Tarifvertrag bezahlt – Verdi will das seit Jahren ändern. Es gab deshalb schon mehrfach Streiks.

Verdi fordert Tariflöhne für Mitarbeiter der Tedi-Tochter DLG

Der in Dortmund zuständige Gewerkschaftssekretär Ortwin Auner erklärte zu dem Streik: „Die Beschäftigten bei DLG machen keine andere Arbeit als ihre Kolleginnen und Kollegen in tarifgebundenen Unternehmen. Sie wollen aber für die gleiche Arbeit auch die gleiche Bezahlung. Das ist nur gerecht.“ Mit den Streiks wolle man Druck ausüben, damit die DLG-Beschäftigten nach den Löhnen und Gehältern der Tarifverträge für den NRW-Einzelhandel bezahlt werden.

Tedi teilte auf Anfrage mit, dass die Nicht-Tarifbindung des Unternehmens nicht unbedingt bedeute, dass alle DLG-Mitarbeiter weniger verdienen als tariflich gebundene Kollegen: „Teilweise liegen die Gehälter auch darüber“. Zudem unterscheiden sich aus Tedi-Sicht die Tätigkeiten in der Logistik von den Anforderungen im Einzelhandel – daher lehne man die Forderung nach Einführung des Einzelhandelstarifvertrags ab.

Welche Auswirkungen hat der Streik bei Tedi?

Laut Verdi-Gewerkschaftssekretärin Anne Neier habe der Streik durchaus „Auswirkungen“ auf die Arbeit im Lager – zumal gerade viele Mitarbeiter Urlaub hätten.

Tedi teilte hingegen mit, die Streiks hätten „bislang geringe Auswirkungen auf Abläufe im Zentrallager und die Versorgung der Filialen“. In Dortmund ist die Zentrale des Handelsunternehmens mit seinen mehr als 2100 Filialen in Europa.

Streik bei Amazon in Werne - und was ist mit Dortmund?

Pünktlich zum Ostergeschäft hat Verdi auch zu Streiks beim Versandhändler Amazon aufgerufen. Nicht zum ersten Mal. Es gibt seit Montag (15. 4.) Streiks an den NRW-Standorten in Rheinberg und Werne, auch hier streiken Mitarbeiter dafür, nach den Tarifverträgen des Einzelhandels bezahlt zu werden.

Im Ende 2017 eröffneten Amazon-Logistikzentrum auf der Westfalenhütte in Dortmund gibt es keinen Streik. Die Mitarbeiter etwa in Werne sind seit Jahren gewerkschaftlich gut organisiert. In Dortmund arbeitet Verdi noch daran, einen Fuß in die Tür zu bekommen. Auch dort, heißt es von Verdi, werde es „irgendwann Aktivitäten“ geben. In Dortmund sind allerdings viele Amazon-Mitarbeiter noch befristet beschäftigt. Sie dürften, das darf man vermuten, bei einem etwaigen Streik zurückhaltend sein.

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