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Solidarität mit Flüchtlingen und Seenotrettern

Aktion Seebrücke

In über 30 deutschen Städten forderte am Samstag die Aktion Seebrücke einen menschenwürdige Aufnahme von Flüchtlingen. Videos zeigen die Aktion in Dortmund.

Dortmund

, 04.08.2018
Solidarität mit Flüchtlingen und Seenotrettern

Auch die Krankenschwester Jana Reker demonstrierte. Hier zündet sie eine Kerze an. © Peter Bandermann

700 Demonstranten sind am Samstag in Dortmund einem bundesweiten Aufruf der Aktion „Seebrücke – schafft sichere Häfen“ gefolgt und haben gegen die Kriminalisierung von Seenotrettern demonstriert. Sie wollen dem Hass gegenüber Geflüchteten ihre Solidarität entgegensetzen.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Die Aktion Seebrücke in Dortmund

04.08.2018
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Die Demonstration startete an der Kleppingstraße. Der Verein "Train of Hope" zählte 700 Teilnehmer.© Peter Bandermann
Die Demonstration führte durch die Innenstadt bis zum Stadtgarten.© Peter Bandermann
Demonstranten ziehen hier über die Betenstraße.© Peter Bandermann
Die Dortmunder Flüchtlingspaten unterstützten den Demo-Aufruf organisatorisch.© Peter Bandermann
Eine Demonstrantin in Dortmund. Die Aktion Seebrücke gab es in mehreren Städten in Deutschland und in Innsbruck.© Peter Bandermann
Die Demo endete am Gauklerbrunnen. Teilgenommen hatten Protestierende aus Dortmund und umliegenden Städten.© Peter Bandermann
Die Demonstration startete in der Kleppingstraße.© Peter Bandermann
Auch die Krankenschwester Jana Reker demonstrierte. Hier zündet sie eine Kerze an.© Peter Bandermann
700 Teilnehmer folgten dem Demo-Aufruf gegen die Asylpolitik in Deutschland und Europa.© Peter Bandermann
Im Gauklerbrunnen legten die Demonstranten Kerzen ab, um an ertrunkene Flüchtlinge im Mittelmeer zu erinnern.© Peter Bandermann
Demo-Teilnehmerin Jana Reker am Gauklerbrunnen: "Ich bin Krankenschwester. Für mich zählt immer jedes Menschenleben."© Peter Bandermann
Kleine Papierschiffchen symbolisierten, dass die Flucht übers Mittelmeer gefährlich ist und Seenotrettung erforderlich ist.© Peter Bandermann
Demonstranten zünden am Gauklerbrunnen Kerzen an, um an den Tod auf dder Flucht im Mittelmeer zu erinnern.© Peter Bandermann
Eine Rednerin des Dortmunder Vereins "Train of Hope" zeigt den Demo-Teilnehmern eine mit einfachem dünnem Schaumstoff ausgestattete "Rettungsweste", die Kindern im Mittelmeer für die Überfahrt angezogen wird.© Peter Bandermann
Demonstranten trugen Westen mit politischen Botschaften.© Peter Bandermann
Die Demonstration endete am Gauklerbrunnen im Stadtgarten.© Peter Bandermann
Viele Demo-Teilnehmer zündeten Kerzen an und spendeten für die Aktion "Seebrücke".© Peter Bandermann
Paul-Gerhard vom Netzwerk der Dortmunder Flüchtlingsarbeit macht in seiner Rede die europäische Außenpolitik als Auslöser für Fluchtursachen und die aktuelle Debatte verantwortlich.© Peter Bandemann
Zum ersten Mal in ihrem Leben organisierte Anja Sportelli eine Demonstration. 700 Teilnehmer kamen.© Peter Bandermann

„Menschen auf dem Mittelmeer sterben zu lassen, um die Abschottung Europas weiter voranzubringen und politische Machtkämpfe auszutragen, ist unerträglich und spricht gegen jegliche Humanität“ – so lautete nur ein Grund der Dortmunderin Anja Sportelli, warum sie mit der Hilfe der Flüchtlingspaten Dortmund und des Vereins Train of Hope zu einer Demonstration aufgerufen hatte. In diese Video sind Auszüge aus Anja Sportellis Rede zum Start der Demonstration auf der Kleppingstraße:

Die „Seebrücke“ ist eine internationale politische Bewegung, die Solidarität mit geflüchteten Menschen und sichere Fluchtwege fordert. Seenotretter dürften wegen ihrer Arbeit im Mittelmeer nicht weiter kriminalisiert werden. In Dortmund folgten mindestens 17 Organisationen auch aus umliegenden Städten dem Demo-Aufruf. Unter den 700 Demonstranten war auch die 22-jährige Krankenschwester-Schülerin Jana Reker. Warum sie auf der Straße war? Hier ihre Antworten:

„Politik geht über Leichen“ – deutliche Worte fand auch der frühere Superintendent der evangelischen Kirche, Paul-Gerhard Stamm, der sich im Dortmunder Netzwerk für Geflüchtete engagiert. Hier seine Rede, für die er mehrfach Applaus erhielt, und in der er harsche Kritik an Europa äußerte:

Kritik äußerte auch Joachim Spehl, der sich ebenfalls ehrenamtlich in Dortmund für Geflüchtete einsetzt. Gehandelt werden müsse nicht nur auf dem Mittelmeer, sondern auch in Dortmund. Denn der Staat überlasse viele seiner Aufgaben den Ehrenamtlichen. Er bemängelte die Zustände in einer von European Homecare betriebenen Unterkunft an der Mergelteichstraße in Brünninghausen. Zimmer seien mit fünf Betten belegt. Die Privatsphäre sei stark eingeschränkt. Kaum jemand gehe auf die Asylbewerber zu. Kaum eine Initiative finde den Weg dorthin. Joachim Spehl: „Die Menschen sind in großen Teilen sich selbst überlassen.“

Anja Sportelli zieht ein Demo-Fazit und spricht auch die öffentliche Debatte in den Medien an. Sie sagt, dass die Medien stärker über das Thema Flucht berichten müssten und Schwerpunkte nicht zu sehr auf Pegida-Demonstrationen legen sollten. Ihr Demo-Fazit in diesem Video:

Start der Demonstration war um 12 Uhr an der Kleppingstraße. Sie führte zum Gauklerbrunnen im Stadtgarten. Die Demonstration verlief absolut friedlich.