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Michael Zorc und Sebastian Kehl werden von hier aus die sportlichen Geschicke des BVB leiten: Am Trainingsgelände in Brackel soll eine neue Geschäftsstelle Sport entstehen. Wir zeigen die Pläne.

Brackel

, 11.07.2018 / Lesedauer: 3 min

Vor 25 Jahren residierte die BVB-Geschäftsstelle noch unter der Nordtribüne des Westfalenstadions. Inzwischen füllt das „Sport-Unternehmen“ gleich mehrere Gebäude. Und die Geschäftsstelle am Rheinlanddamm ist schon wieder zu klein geworden. Deshalb soll jetzt unmittelbar am Trainingszentrum des BVB auf dem Hohenbuschei-Gelände in Brackel eine „Geschäftsstelle Sport“ gebaut werden. Hier sollen alle Mitarbeiter unterkommen, die unmittelbar mit dem sportlichen Bereich zu tun haben – allen voran Manager Michael Zorc und Sebastian Kehl als Leiter der Lizenzspieler-Abteilung.

Das dreieinhalb stöckige Gebäude soll unmittelbar an der Einfahrt zum Trainingszentrum an der Adi-Preißler-Allee neben dem Jugend-Internat entstehen. In der vergangenen Woche hat der Gestaltungsbeirat der Stadt bereits grünes Licht für die Entwürfe gegeben, die wie die Pläne für das bisherige Trainingszentrum aus dem Dortmunder Architekturbüro Scheffler Helbich Architekten kommen.

DSW21 ist der Bauherr

In dieser Woche stimmte der Aufsichtsrat von DSW21 den Bauplänen zu. Denn die Stadttochter fungiert wie schon beim Trainingszentrum selbst als Bauherr und vermietet dann an den BVB. Das neue Bürogtebäude wäre für DSW gewissermaßen der sechste Bauabschnitt als Partner des BVB. Nach Angaben von Silke Seidel als Leiterin der DSW-Immobilienentwicklung werden für den Neubau rund 9,5 Millionen Euro investiert.

So soll die neue Geschäftsstelle Sport des BVB aussehen

Die Luft-Ansicht zeigt den Neubau der „Geschäftsstelle Sport“ in der Bildmitte neben dem Jugend-Internat und den Parkplätzen des Trainingszentrums. Neben dem erweiterten Parkplatz lässt die Hohenbuschei GmbH als Entwickler des Gesamtgeländes auch einen öffentlichen Bolzplatz (unten rechts) anlegen. © Scheffler Helbich Architekten

Aktuell werde der Bauantrag vorbereitet, erklärte Silke Seidel auf Anfrage unserer Redaktion. Spätestens im September soll er eingereicht werden. Wann dann mit den Bauarbeiten begonnen wird, hängt vom Zeitpunkt der Baugenehmigung ab. Ziel ist eine Fertigstellung im Frühjahr 2020, erklärte Silke Seidel.

Auch der BVB investiert weiter ins Trainingszentrum

Verbunden mit den Neubau der „Geschäftsstelle Sport“ ist auch der eines Pförtnergebäudes unmittelbar an der Zufahrt zum Trainingsgelände. Das bisherige Infobüro der Hohenbuschei GmbH, die das frühere Kasernengelände entwickelt hat, vis a vis der neuen Geschäftsstelle soll abgerissen werden. Hier entstehen neue Parkplätze für das BVB-Trainingszentrum – aber auch ein öffentlicher Bolzplatz.

So soll die neue Geschäftsstelle Sport des BVB aussehen

An der Einfahrt zum BVB-Trainingszentrum - am künftigen Aki-Schmidt-Platz - soll auch ein Pförtnergebäude entstehen. Links ist der Neubau der Geschäftsstelle Sport zu erkennen. © Scheffler Helbich Architekten

Aktuell investiert der BVB selbst auch schon kräftig in den Ausbau des Trainingszentrums. Die Trainingsplätze der Profis haben eine Rasenheizung bekommen. Das Nachwuchszentrum wird ausgebaut, das Jugend-Internat um eine Tagesbetreuung und Kantine ergänzt. Außerdem entstehen weitere Trainingsplätze für die Junioren.

Im Mai 2006 wurde der erste Abschnitt des Trainingsgeländes in Brackel fertiggestellt, offiziell eröffnet wurde das Trainingszentrum im April 2011. Seitdem ist es kontinuierlich gewachsen. Mit der Einrichtung des Trainingszentrums insbesondere für den Nachwuchs erfüllt der BVB eine Forderung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Weil der BVB 2006 in einer Finanzkrise steckte, übernahm die Stadttochter DSW21 die Investitionen und vermietete die Anlagen dann an den BVB. Mit Auslaufen des Pachtvertrages im Jahr 2023 ist vorgesehen, dass der BVB das Trainingsgelände von DSW21 übernimmt. DSW21 hat gemeinsam mit einem privaten Partner auch das gesamte Hohenbuschei-Gelände entwickelt, das ursprünglich das Gelände des Dortmunder Flughafens und später Kasernen-Areal der britischen Rheinarmee war. Rund um das BVB-Trainingszentrum und einen schon bestehenden Golfplatz ist ein neues Wohngebiet entstanden.
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