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Radisson-Blu am Westfalenpark plant Anbau mit zehn Geschossen

dzDortmunder Hotelmarkt

Scharfer Wettbewerb auf dem Dortmunder Hotelmarkt: Ungeachtet der zahlreichen Neupläne soll jetzt auch das Radisson-Blu am Westfalenpark erweitert werden. Einige Fragen sind aber noch offen.

Dortmund

, 09.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Mit der Kategorie „Vier Sterne plus“ zählt das Radisson-Blu nahe der Buschmühle zu den Top-Adressen der Dortmunder Hotellandschaft. Es hat 190 Zimmer und gehört zu den größten Hotelbetrieben in Dortmund.

Dennoch habe die steigende Nachfrage das Haus in den vergangenen zwei bis drei Jahren immer häufiger an die Kapazitätsgrenze geführt, sagt der Essener Architekt Fredy Atzert (Faru-Architekten), der als Projektmanager für den schwedischen Hoteleigentümer Pandox AB spricht. „Sowohl die Zimmer als auch die Veranstaltungsräume waren immer öfter ausgebucht.“ Eine interne Marktanalyse habe gezeigt: Der Bedarf an Hotelbetten in Dortmund steige. Man sei zu dem Ergebnis gekommen, das Radisson-Blu zu erweitern.

Stadt will Bebauungsplan ändern

Und das durchaus kräftig: Die derzeit 190 Zimmer sollen um weitere 100 auf 290 Zimmer aufgestockt werden. Zusätzlich seien zwei weitere Veranstaltungsräume für bis zu 250 Personen geplant. Atzert: „Unser Wunsch wäre, im Herbst 2019 den ersten Spatenstich für den Erweiterungsbau zu setzen.“

Radisson-Blu am Westfalenpark plant Anbau mit zehn Geschossen

Über zehn Geschosse streckt sich der neue Baukörper (r.) in die Höhe. Das letzte Wort ist darüber allerdings noch nicht gesprochen. © FARU-Architekten

Das sei „ambitioniert, aber nicht unmöglich“, sagt Planungsdezernent Ludger Wilde. Die Stadt begrüße die Erweiterungsabsichten, zumal das Radisson-Blu einen guten Ruf habe. Das Problem dabei: Der Eigentümer möchte das Hotel gern um einen Baukörper erweitern, der zehn Geschosse (plus Technikgeschoss) aufweist und das bestehende fünfgeschossige Hotelgebäude deutlich überragt. Dem Vorhaben steht aber der derzeit geltende Bebauungsplan im Weg: Er legt in Bereich der Buschmühle eine maximal fünfgeschossige Bauweise (plus Technikgeschoss) fest.

Die Stadt wäre allerdings bereit, dem Investor entgegenzukommen und ihn von den Vorgaben im Bebauungsplan zu befreien. „Natürlich soll Radisson mehr als fünf Geschosse in die Höhe gehen dürfen“, sagt Wilde. Ob es am Ende tatsächlich auf zehn Geschosse hinauslaufe, bleibe abzuwarten. Voraussetzung sei in jedem Fall, dass der Bebauungsplan geändert werde. Die Stadt wäre vorbehaltlich der Zustimmung der politischen Gremien dazu auch bereit. Wilde: „Wir könnten das in einem beschleunigten Verfahren machen.“ Offen ist bislang auch die Frage, ob der Erweiterungsbau ans bestehende Hotelgebäude angedockt wird oder ob er als Solitär auftritt.

Hotel muss rund 100 Stellplätze nachweisen

Architekt und Projektmanager Atzert spricht von einer Investition in Höhe von 10 bis 15 Millionen Euro. „Wir sind bestrebt, auf eigenem Grundstück zu bauen und möglichst keine Fläche hinzuzukaufen“, sagt Atzert. Klar ist aber auch: Die derzeit 150 Stellplätze für Hotelgäste reichen dann nicht mehr, das Radisson-Blu muss im Fall seines Ausbaus rund 100 weitere Parkplätze nachweisen.

Die müsse nicht extra gebaut werden, sondern sind quasi schon da: Die Stellplatzanlagen F1 (170 Plätze) und F2 (1420 Plätze) böten Hotelgästen reichlich Platz. Sie gehören der Stadt und werden von Dopark bewirtschaftet. Das Radisson-Blu möchte (gegen Bezahlung) mit der Stadt eine „Stellplatzbaulast“ vereinbaren, in der die gemeinsame Nutzung der Parkplätze geregelt wird. „Bei Veranstaltungen in der Halle oder im Stadion werden die Plätze dann freigegeben“, sagt Atzert. Nach der Sommerpause sollen die Gespräche mit der Planungsverwaltung fortgesetzt werden.

Laut Dortmund-Toursimus gibt es in Dortmund 60 Hotels und hotelähnliche Betriebe. Die Anzahl der Betten in diesen Betrieben beträgt gut 6600. Die Auslastung der Betten liegt bei gut 41 Prozent. (Stand Mai 2018). Die allermeisten der angekündigten Projekte befinden sich noch in der Vorbereitung. Eröffnet haben zuletzt das B+B-Hotel am Burgwall (114 Zimmer) und das Hotel "Boutique 102" an der Kampstraße mit 55 Zimmern.
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