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Plastikmüll ist in Dortmund nicht auf dem Rückzug

dzUmweltschutz

Klimawandel und Umweltschutz dominieren derzeit die Medien. Beim Aktionstag der Entsorgung Dortmund GmbH war zu erfahren, dass die Verbraucher und der Handel weiter voll auf Plastik setzen.

Dortmund

, 13.04.2019 / Lesedauer: 3 min

„Ein neuer Rekord“: So leitet die Stadt Dortmund eine Presseinformation über die Aktion „Sauberes Dortmund“ ein, denn 11.000 Bürgerinnen und Bürger zeigen Engagement und Verantwortung für ihre Umwelt. Sie sammeln Müll ein. Bei der sechsten Aktion für eine saubere Stadt haben so viele Privatpersonen und Teams teilgenommen wie nie zuvor. Unterwegs waren die privaten Müllsammler ab Mitte Februar 2019.

Am Samstag vor der Reinoldikirche dankten das Umweltamt der Stadt Dortmund und die EDG den Teilnehmern, die von der EDG vor den Müllsammelaktionen in den Stadtteilen mit Handschuhen und Greifzangen ausgestattet worden sind, um Grünflächen, Straßen und Gehwege vom Müll zu befreien. „Da sind jedesmal zwischen 50 und 500 Kilogramm Müll zusammengekommen“, berichtet EDG-Sprecher Matthias Kienitz. Teams der EDG hatten den eingesammelten Müll abtransportiert.

Dortmunds Umweltdezernent Ludger Wilde sowie die EDG-Geschäftsführer Klaus Niesmann, Frank Hengstenberg und Bastian Prange zeichneten am Samstag die Preisträger der 2019er-Umweltaktion aus. Das sind:

  • Paul Steinert und Partner aus Dorstfeld (zwei Jahreskarten für den Westfalenpark)
  • Bürger, Vereine und Feuerwehr Sölde (30 Eintrittskarten für das Theater Olpketal)
  • 30 Mädchen und Jungen aus Hörde (Besuch Kletterhalle Bergwerk Huckarde)
  • Dellwig-Grundschule (Sonderpreis Stadionbesuch)
  • Pfadfinderstamm DPSG Husen (Sonderpreis Jahreskarten Zoo)

Plastikmüll ist in Dortmund nicht auf dem Rückzug

Umweltdezernent Ludger Wilde zeichnete die Gewinner der Umweltaktion aus. © EDG

EDG-Sprecher Matthias Kienitz sagte am Samstag, dass die Entsorgung Dortmund keinen Rückgang beim Plastikmüll beobachten könne. Was keine Überraschung sei: Die Lebensmittel und andere Waren in den Supermärkten seien größtenteils in Plastik verpackt. „Ich wollte neulich in einem Supermarkt Fruchtsaft kaufen. Es gab nicht eine einzige Glasflasche, sondern ausschließlich Plastikflaschen“, sagte er. Da sei es kein Wunder, wenn der Plastikanteil im Müll nicht zurückgehe.

Deutschland und Plastik

Das Bild in Dortmund passe ins Gesamtbild, das Deutschland abgebe, sagte seine Kollegin Petra Hartmann: „Deutschland nutzt mit 12,6 Millionen Tonnen mehr Plastikprodukte als jedes andere Land in Europa“. Pro Jahr seien 6,1 Milliarden Plastiktüten in Deutschland im Umlauf. Die wenigsten Plastiktüren würden recycelt, die meisten verbrannt, deponiert oder einfach weggeworfen.

Deutlich werde die Verschwendung auch bei den „Coffee to go“-Bechern: Davon seien pro Jahr drei Milliarden Stück im Umlauf. Das sind 43 Einwegbecher pro Einwohner im Jahr.

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