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Lars Ricken ist der Jahrhunderttorschütze des BVB. Mit seinem Tor im Champions-League-Finale 1997 trug er sich in die Geschichtsbücher ein. Was viele nicht wissen: Er ist auch Vize-Weltmeister.

Dortmund

, 30.06.2018 / Lesedauer: 2 min

„Ricken… Lupfen jetzt! Jaaaaaaaaa!“ Die Begeisterung von Marcel Reif hallt nach, auch 21 Jahre danach. Es ist Samstag, der 28. Mai 1997, im Münchener Olympiastadion, ausgerechnet dort. Soeben hat Lars Ricken den Ball gelupft, aus vollem Lauf, aus 25 Metern, über den verdutzten Torwart Angelo Peruzzi hinweg ins Netz, zum 3:1 für Borussia Dortmund gegen den turmhohen Favoriten Juventus Turin, im Finale der Uefa Champions League.

Lars Ricken, das Jahrhunderttalent, das mit diesem Treffer seit dem 19. Dezember 2009 offiziell auch Borussias Jahrhunderttorschütze ist, ist mit 20 früh auf dem Höhepunkt seiner Karriere angelangt.

Die Geschichte der anderen

Ricken selbst kann heute auch einschlafen, ohne sich das Tor vorher noch einmal angeschaut zu haben. Das versichert er glaubwürdig. Viel wichtiger seien ihm die Geschichten der anderen.

Immer wieder ist er es, der von fremden Menschen auf sein Tor angesprochen wird – und dann hört, was diese Menschen in jenem Moment am Abend des 28. Mai 1997 gemacht haben. Wo sie waren. Und mit wem sie dort waren. Und warum. Die Erinnerungen der anderen leben in Rickens Tor fort. Fußball verbindet.

Jahrhunderttorschütze Lars Ricken wurde ohne Einsatz Vize-Weltmeister

Lars Ricken im Gespräch mit dem damaligen Nationaltrainer Rudi Völler. © dpa

In Fernost - aber ohne Einsatz

Die Sequenz mit Reifs Originalkommentar läuft im Deutschen Fußballmuseum als Magischer Moment in Dauerschleife. Jeder Dortmunder kennt sie. Was viele nicht (mehr) wissen: Jener Ricken, der von der U15 an alle deutschen Auswahlmannschaften durchlaufen hat, schon 1992 U16-Europameister geworden ist und 16 A-Länderspiele bestritten hat, ist nicht nur Champions-League-Sieger und Deutscher Meister – er ist auch Vize-Weltmeister.

2002 ist er es geworden, unter Teamchef Rudi Völler, in Fernost, ohne Einsatz. Denn im WM-Finale gegen Brasilien (0:2) spielten im deutschen Mittelfeld ohne den gelbgesperrten Michael Ballack damals Jens Jeremies, Dietmar Hamann, Torsten Frings, Marco Bode und Bernd Schneider. Namen wie aus dem Museum. Namen, deren Klang längst verhallt ist.

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