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Fächer für Patienten, Wasser für die Fische: Das hilft gegen die Hitze

dzHitzewelle

Fische in Lebensgefahr: Im Botanischen Garten Rombergpark drohte der große See „umzukippen“. Unter der sommerlichen Hitze leiden Tiere und Menschen.

Dortmund

, 26.07.2018 / Lesedauer: 3 min

Hitze und kein Ende: Nicht nur Menschen leiden, auch Tiere. Kritisch wurde die Situation im Botanischen Garten Rombergpark. Die Hitze hatte den Wasserstand auf ein kritisches Niveau, auf 90 Zentimeter Wassertiefe, fallen lassen.

Hilfe durch die Feuerwehr

Die Tiere, vor allem Fische, Schildkröten und Amphibien, waren akut bedroht. Füttern, das ohnehin verboten sei, verschärfe die Situation noch, warnen Experten. Mittwoch rückte die Feuerwehr an, um mit einem Wasserwerfer über mehrere Tage den Teich zu befüllen. Dies sei eine Ausnahme, so ein Feuerwehrsprecher, die Feuerwehr befülle keine anderen Teiche.

Dem Phoenix-See, seinen Fischen und Wasserpflanzen geht‘s nach Auskunft von Michael Steinbach gut. Der Unternehmenssprecher der Emschergenossenschaft sagt, der Wasserstand sei etwas abgesunken. Die Hitze „schluckte“ 20 bis 25 Zentimeter, so Georg Sümer von der Stadtentwässerung. Er ist Betriebsleiter vom Phoenix-See. Eigentlich fungiert der See als Hochwasserrückhaltebecken für die Emschergenossenschaft, er fasst normal 600 Millionen Liter und hat im Mittel eine Wassertiefe von 2,50 bis 3 Meter.

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Wasserwerfer auch in der Innenstadt

Wasserwerfer in Miniaturformat finden durstige Passanten an 30 Standorten im Stadtgebiet vor, darunter am Westenhellweg auf dem Petrikirchplatz, an der Kaiserstraße und der Bornstraße. Unterwegs löschen Dortmunder ihren Durst an den bronzenen Brunnen vom Wasserversorger DEW21, die in Form einer stilisierten Rosenblüte auffallen. Um die heimische Wasserversorgung müsse sich auch bei weiter anhaltender Hitze niemand Sorgen machen, sagt DEW-Sprecherin Gabi Dobovisek.

Um Mithilfe beim Wässern von Straßenbäumen (zwei Eimer Wasser täglich pro Baum) bittet das Tiefbauamt.

Wasserversorgung macht keine Sorgen

Der Füllungsstand der Talsperren des Ruhrverbandes lag gestern um 7 Uhr bei 77,3 Prozent. Acht Hochbehälter auf dem Höhenzug Haarstrang dienen als Zwischenspeicher für den Tagesverlauf. Und der Tagesverlauf hat es aktuell in sich: Während durchschnittlich 125.000 Kubikmeter Trinkwasser durch die Hähne fließen, sind es jetzt, trotz Ferien und vieler Menschen im Urlaub, seit Tagen 170.000 Kubikmeter, am Mittwoch sogar 180.000.

Einschränkungen bei der Wasserqualität gebe es trotz der Hitze nicht, so Dobovisek. Das Wasser komme lediglich etwas wärmer aus dem Hahn und es erhalte etwas weniger Sauerstoff. Die DEW-Sprecherin betont, ein unabhängiges Prüflabor teste die Wasserqualität kontinuierlich auf 350 Kenngrößen, darunter physikalische, chemische und mikrobiologische Parameter.

Klinikum verteilt Fächer

Zu einer ungewöhnlichen Maßnahme griff das Klinikum für seine stationären Patienten. Westfalens größtes Krankenhaus bestellte 2500 Fächer für die beiden Klinikum-Standorte Mitte und Nord. Während Intensivstationen durchgehend klimatisiert sind, müssen sich Patienten auf Normalstationen Luft zufächeln. Bereits seit drei Jahren können Patienten im St.-Johannes-Hospital gegen Hitze anfächern. Die Einlieferung von Hitze-Opfern hält sich noch in Grenzen. Drei Menschen, die in der prallen Sonne gearbeitet hatten, kamen mit heftigen Kreislaufbeschwerden ins Klinikum.

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