Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Seit Tagen wird im Netz über das bevorstehende Aus der Hafenschänke Subrosa diskutiert. Nun steht fest: Die Meldungen, wonach das Subrosa schließt, sind falsch. Der Betrieb läuft weiter.

Dortmund

, 14.07.2018 / Lesedauer: 3 min

Es war Mitte dieser Woche, als auf der Website des Subrosa plötzlich von Funeral Days (Beerdigungstagen) die Rede war. Seit Mittwoch und noch bis Samstag (14. 7.) laufen diese. Dazu sind einige leicht nebulöse Zeilen zu lesen, die man als Abschied verstehen kann: „Alles dreht sich, alles bewegt sich. Nichts ist wie es scheint; schon gar nicht wie es war. Und niemals wird es wieder so sein. Das geht auch an einer gewissen hafenschaenke.de nicht vorüber...so wollen wir sie also in Frieden ruhen lassen. Und gebührend verabschieden. Zunächst an diesen drei ollen Tagen. Und am Samstag: einen noch - doch dann, was dann? The answer is whistlin‘ in the streets.“

Subrosa-Betreiber will sich nicht äußern

Über jene Worte und ihre Bedeutung wurde seit Mittwoch viel spekuliert. Schließlich hatte der Dortmunder Kultladen in der Nordstadt erst vor knapp einem Monat sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Und nun soll Schluss sein, wie mehrere Online-Portale berichteten, und wie es in den sozialen Netzwerken bereits viele Freunde der Hafenschänke bedauern?

Subrosa-Betreiber Cornel Alex hält sich bedeckt. Auf mehrfache Nachfrage unserer Redaktion sagt er, dass er keinen Kommentar abgebe. Zumindest noch nicht. Es werde in den nächsten Tagen eine Pressemitteilung geben, sagte er.

Neuer Betreiber für das Subrosa gesucht

Auf der Subrosa-Website erläutert mutmaßlich Cornel Alex selbst indes sehr ausführlich, was Sache ist. Dort ist zu lesen, dass er seine Bar an eine oder mehrere neue „Inhaber/Betreiber/in/nen“ verkaufen möchte. „#barforsale, #ingutehändeabzugeben“, heißt es wörtlich. In einer Annonce wird das Subrosa mit allen möglichen Informationen zu Größe, Ausstattung, Veranstaltungen und dem umliegenden Hafen-Quartier vorgestellt.

Alex führt mehrere Gründe für seine Verkaufsentscheidung an: das Rauchverbot, das Ende der Fußballübertragungen in der Bar und eine veränderte Mitarbeiterstruktur. Zudem sei ihm „die Doppelbelastung mit Bar- & Eventmanagement“ zuviel geworden. Und: „Auch über 30 Jahre Gastronomie, davon besagte 25 selbstständig hier vor Ort haben ihre Spuren hinterlassen“.

Subrosa schließt nicht, Betrieb geht weiter

Dennoch soll das Subrosa auch nach den „Funeral Days“ weiterhin geöffnet bleiben. Das erfuhr unsere Redaktion aus dem Umfeld des Subrosa. Und so steht es auch auf der Website: „Der Betrieb in der Hafenschänke läuft einstweilen weiter, wenn auch etwas eingeschränkt: die Konzerte laufen ab September auf Sparflamme, da Cheffe - um den täglichen Betrieb nicht zu gefährden - wieder vermehrt selbst ins Geschehen eingreift.“

„Cheffe“ wolle „zwar nicht mehr selbst und ständig“, doch mit dem ‚rös‘chen soll‘s schon weitergehen“, heißt es weiter. Unter Umständen wolle Cornel Alex als Veranstalter seiner „geliebten Club-Konzerte“ weiter mitwirken - als Angestellter. Aber das solle sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin entscheiden, die er in einer Übergangszeit unterstützen würde. Cornel Alex, so ist zu lesen, habe jedenfalls als „Erfinder & Gründer natürlich Interesse am Weiterbestand des Geistes seines Babys“.

Am Mittwoch veröffentlichte das Subrosa auf seiner Internetseite, dass bis Samstag die sogenannten "Funeral Days" zum Abschied stattfinden. Seitdem spekulierten im Netz mehrere Medien und Fans der Kultkneipe über die Gründe des plötzlichen Aus. Erst am 30. Juni 2018 hat die Hafenschänke 25. Bestehen gefeiert. Vom 15. bis 31. Juli macht das Subrosa Betriebsferien, danach ist es wieder geöffnet.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt